Notebooks Test

Für 1 000 Euro bekommt man Notebooks mit 39 Zentimeter Bilddiagonale, die viel Rechen­leis­tung, aber wenig Akkulaufzeit bieten. Beim Mac­Book von Apple ist vieles anders.

Notebooks sind der Verkaufsschlager der Computerbranche. Besonders die Geräte mit 39 Zentimeter Bildschirmdiagonale (15,4 Zoll) finden reißenden Absatz. Wir haben uns 14 aktuelle Geräte um die 1 000 Euro angesehen. Da es von Apple zu diesem Preis kein Gerät dieser Größe gibt, ist Apple mit einem kleineren MacBook mit 34-Zentime­ter-Bildschirm vertreten.

Neben den Geräten der Anbieter haben wir aber auch ihren Service getestet. So viel vorweg: Bei der Hardware schlagen sie sich insgesamt erfreulicher als an den Hotlines (siehe S. 43). Die wichtigsten Ergebnisse des Notebook-Tests im Überblick:

Reicht die Leistung der Notebooks?

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Für Büroanwendungen wie Textverarbeitung oder Surfen im Internet rechnen sie schnell genug. Auch Multimediaanwendungen wie Bildbearbeitung oder das Umwandeln von Musikdateien beherrschen die meisten „gut“. Etwas langsamer sind BenQ und Apples Mac­Book. Beim MacBook liegt das auch am Arbeitsspeicher: Als Einziges hat es nur ein Gigabyte. Nun kann man Speicher recht leicht nachrüsten, doch im MacBook ist kein Steckplatz frei, weil Apple die beiden Plätze mit zwei einzelnen 512-Megabyte-Chips belegt hat. Will man mehr, kann man das MacBook für stolze 90 Euro Aufpreis auch mit zwei Gigabyte bestellen – oder einfach die Chips ersetzen. Diese Variante ist billiger, denn Ein-Giga-byte-Chips sind schon ab 25 Euro zu haben.

Laufen darauf auch Spiele?

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Tastatur: Nur Asus, LG, Medion und MSI nutzen den Platz für einen Ziffernblock.

Bei Gelegenheitsspielern beliebte Puzzle- und Strategiespiele wie „Tetris“, „Solitaire“ oder „Die Sims“ brauchen nicht allzu viel Rechenleistung und laufen auf aktuellen Notebooks problemlos. Auch wer gern mal eine Runde mit dem Flugsimulator dreht, wird bei den meisten Geräten auf seine Kosten kommen. Anders sieht es bei den neuesten 3D-Action­spielen aus: Die verlangen dem Grafikchip mehr ab, als die meisten Notebooks bieten. Doch immerhin fünf Geräte im Test sind auch hierfür „gut“ geeignet.

Wie gut sind die Displays?

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Die meisten Notebooks für Privatnutzer haben inzwischen glänzende Display-Oberflä­chen. Die mögen bei optimalen Lichtverhältnissen brillante Bilder bieten, sind aber sehr anfällig für störende Reflexionen. Im aktuellen Test haben nur MSI und BenQ matte Bildschirmoberflächen. Da beim BenQ-Display auch Reaktionszeiten und der Gesamteindruck bei der Fotodarstellung ordentlich sind, schneidet es am besten ab. Eine Schwäche teilt das BenQ-Gerät mit allen anderen im Test: Der Blickwinkel ist bei keinem besonders groß. Das schmälert den Spaß, wenn mehrere Personen vor dem Gerät sitzen und sich Fotos ansehen oder gemeinsam spielen.

Was taugen die Geräte unterwegs?

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Für den mobilen Einsatz hat das MacBook die besten Voraussetzungen: Es wiegt nur gut zwei Kilogramm und ist besser zu transportieren als die sperrigeren 15-Zoll-Geräte. Und bei der Akkulaufzeit schlägt es die Windows-Notebooks im Test um Längen: Mit einer Akkuladung kann man mit dem MacBook über drei Stunden DVDs ansehen oder über fünf Stunden per WLan-Funknetzwerk im Internet surfen. Mit Akkulaufzeiten von höchstens zwei Stunden im DVD-Betrieb und rund drei Kilogramm Gewicht eignen sich die anderen eher für zuhause als zum Mitnehmen.

Wie vielseitig sind die Notebooks?

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Anschlüsse: Immer mehr Notebooks haben einen HDMI-Videoanschluss.

Bei der Hardware-Ausstattung ist Apple Schlusslicht: relativ kleine Festplatte, kein DVD-Brenner, kein Kartenleser, wenige Anschlüsse. Vieles, was sonst dazugehört, ist bei Apple kostenpflichtiges Extra oder nur bei teureren Modellen verfügbar. Programme zum Abspielen und Brennen von CDs und DVDs liefern fast alle mit, ein vernünftiges Textverarbeitungsprogramm nur jeder zweite. Oft sind zu Werbezwecken Testversionen von Virenschutz- oder Bürosoftware vorinstalliert, die nach drei Monaten den Dienst einstellen und nur noch Platz auf der Festplatte wegnehmen. Am besten deinstallieren: In der Windows-Startleiste unter „Systemsteuerung“ den Menüpunkt „Programme deinstallieren“ wählen.

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