Test­bilanz: Notebooks und Service

Wer ein Notebook kauft, den interes­siert zunächst vor allem die Qualität des Geräts. Deshalb finden Sie hier einen Über­blick über die Test­ergeb­nisse der letzten zwei Jahre. Zusammengefasst sind tech­nische Leistungen, unser letzter Hotline-Test sowie die Ergeb­nisse aus dem vorlie­genden Test zum Reparatur­service, nach dem die Kommentare auch sortiert sind.

Zum Surfen im Internet und für Büro­arbeiten reichten die Leistungen der geprüften Notebooks aus (Preise ab etwa 700 Euro), Unterschiede gab es vor allem in der Grafik­leistung und bei den Akkus. Beim Service sieht es anders aus. Die Hotlines über­zeugten in vielen Fällen nicht und lösten nur selten die gestellten Aufgaben voll­ständig. Reparaturen waren teuer und dauer­ten lange.

Im Über­blick

So schnitten die Anbieter im aktuellen Reparaturen-Test, im Hotline-Test aus test 6/2008 und in den Notebooktests der vergangenen zwei Jahre ab:

Acer

Reparatur­service: Recht teuer und sehr lang­wierig. In einem Fall gab es Treiber­probleme nach dem Austausch der Haupt­platine. Die Reparaturen erfolgten nach Einsendung in eine zentrale Werk­statt.

Notebooks (test 11/09, 7/09, 12/08, 6/08): Die insgesamt fünf geprüften Acer-Notebooks in den letzten zwei Jahren brachten meist vergleichs­weise viel Leistung fürs Geld.

Hotline (test 6/08): Im Hotlinetest leistete Acer bei tech­nischen Problemen sehr schnelle und güns­tige Hilfe, war aber nicht in allen fünf Fällen kompetent.

Apple

Reparatur­service: Apple beauftragte damit stets Service­werk­stätten vor Ort. Die behoben die Defekte schnell und recht günstig.

Notebooks (test 11/09, 7/09, 6/08): In den Tests der vergangenen zwei Jahre gehörten die Apple-Notebooks mit zu den teuersten, schnitten aber auch am besten ab – auch dank meist guter Displays und über­durch­schnitt­licher Akku­leistung.

Hotline (test 06/08): Die Apple-Hotline war die teuerste im Test, leistete schnelle, aber nicht in allen fünf Fällen kompetente Hilfe. Als Einziger bot Apple keinen E-Mail-Support.

Dell

Reparatur­service: In zwei von drei Fällen über­nahmen bei Dell Techniker vor Ort die Reparaturen, was zwar schnell ging, aber teuer war und mit Termin­problemen einherging.

Notebooks (test 11/09, 12/08, 06/08): Die insgesamt vier Dell-Notebooks schnitten meist über­durch­schnitt­lich ab und lieferten ordentliche Leistung fürs Geld.

Hotline (test 6/08): Dell hatte die zweitteuerste Hotline. Sie war eher schlecht erreich­bar, löste aber immerhin vier von fünf Problemen, drei davon voll­ständig.

Fujitsu

Reparatur­service: Die Reparaturen waren die teuersten im aktuellen Test und recht lang­wierig. Sie wurden nicht einheitlich abge­wickelt. Die Kontakt­aufnahme zu Fujitsu war zuweilen schwierig.

Notebooks (test 11/09; 7/09; 12/08; 6/08): Die Notebooks erwiesen sich in den Tests als eher unter­durch­schnitt­lich, meist war die Akku­leistung schwach.

Hotline (test 6/08): Die tech­nische Hotline war sehr schnell und sehr gut erreich­bar und löste immerhin vier von fünf Problemen, drei davon voll­ständig.

HP

Reparatur­service: HP reparierte im aktuellen Test schnell und am güns­tigsten. Eine Reparatur erfolgte auf Kulanz. Damit schneidet der Reparatur­service insgesamt besser ab als die geprüften Notebooks.

Notebooks (test 11/09, 7/09, 12/08, 6/08): Geräte von HP gehörten hier eher zu den schwächeren, der Akku konnte bei keinem Notebook über­zeugen. Eher teurere Notebooks mit mäßiger Leistung.

Hotline (test 6/08): Die telefo­nische Unterstüt­zung von HP war eher teuer, schlecht erreich­bar und löste drei von fünf Problemen.

Medion

Reparatur­service: Reparaturen liefen über eine zentrale Werk­statt, waren noch relativ günstig, dauer­ten aber sehr lange. Schlechte Kommunikation, teure Reparaturhotline, einmal unnötiger Daten­verlust.

Noteooks (test 12/08, 6/08): Medion-Notebooks waren zuletzt 2008 im Notebook-Test vertreten, 2009 nur als Aktions­ware von Aldi. Gemessen am Preis konnte man mit der Leistung zufrieden sein.

Hotline (test 6/08): Testsieger – nicht billig, aber schnell. Löste als einzige vier von fünf Problemen voll­ständig.

Samsung

Reparatur­service: Reparaturen dauer­ten am längsten und gehörten zu den teuersten. Schlechte Kommunikation. Treiber­probleme nach Tausch der Haupt­platine. Qualität der Reparaturen fällt hinter die der Geräte zurück.

Notebooks (test 11/09, 7/09, 12/08, 6/08): Die fünf geprüften Notebooks gehörten in den letzten zwei Jahren meist zu den besten und lieferten ordentliche Leistung fürs Geld.

Hotline (test 6/08): Die Hotline war zwar schnell, gut erreich­bar und eine der güns­tigsten im Test, löste aber nur eines von fünf Problemen voll­ständig.

Sony

Reparatur­service: Die Reparaturen erfolgten stets in Werk­stätten vor Ort und waren recht teuer. Hoch waren auch die Kosten der Reparaturhotline und für die Kosten­vor­anschläge bei Nicht­reparatur.

Notebooks (test 11/09, 7/09, 12/08, 6/08): Sony-Notebooks schnitten in den Tests von 2008 wegen schlapper Akkus unter­durch­schnitt­lich ab, in den Tests von 2009 dagegen über­durch­schnitt­lich.

Hotline (test 6/08): Die Hotline von Sony erwies sich als relativ günstig, löste aber nur zwei von fünf Problemen voll­ständig.

Toshiba

Reparatur­service: Recht teuer und dauerte sehr lange. Teure Reparaturhotline. Abwick­lung teils per Einsendung, teils in Part­nerwerk­stätten vor Ort.

Notebooks (test 7/09, 12/08, 6/08): Die Geräte hatten durchweg schwache Akkus und schnitten daher insgesamt eher unter­durch­schnitt­lich ab.

Hotline (test 6/08): Die telefo­nische Unterstüt­zung von Toshiba war teuer und lang­sam und löste drei von fünf Problemen gar nicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1153 Nutzer finden das hilfreich.