Notebook von Tchibo Schön, aber konditionsschwach

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Notebook von Tchibo - Schön, aber konditionsschwach

Mit einem Design-Notebook versucht Tchibo Kunden anzulocken, für die es nicht nur auf Megahertz und -byte, sondern auch auf Chic und Stil ankommt. Der selbst ernannte Beau ist kleiner und leichter als herkömmliche Notebooks. Ein auf 12 statt der sonst üblichen 15 Zoll Bildschirmdiagonale verkleinerter Bildschirm machts möglich. Doch weniger Bildschirm heißt auch: Es ist weniger zu sehen. Billiger sind Mininotebooks allerdings nicht. Im Gegenteil: Die Winzlinge kosten meist deutlich mehr als Standardgeräte. Im Vergleich scheint der Preis von 999 Euro, für die das Tchibo-Notebook zu haben ist, ein faires Angebot zu sein. Voraussetzung: Die Leistung stimmt. Im Schnelltest musste das Notebook der bislang kaum bekannten Marke Cytron zeigen, ob es nur klein oder auch oho ist.

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Anleihen bei Apple

Design lässt sich nicht testen. Was gefällt, ist Geschmackssache. Bei der Gestaltung des Tchibo-Notebooks stand offenbar Apple mit seinen iBooks Pate. Anhand der recht kleinen Fotos bei www.tchibo.de fällt die Entscheidung schwer. Doch das Notebook ist auch in vielen Tchibo-Filialen zu haben und dort in voller Größe und Schönheit anzuschauen.

Schnell zur Sache

Die test-Ingenieure konzentrierten sich auf die inneren Werte und waren ganz angetan: Das Notebook rechnet ziemlich flott. Anspruchsvolle Multimediaanwendungen sind kein Problem, und sogar viele Computerspiele mit rechenintensiver 3D-Grafik laufen halbwegs flüssig über den Schirm. Erst bei neueren Spielen kommt der Grafikprozessor von ATI an seine Grenzen. Schnelle Bewegungen werden zackig. Der Spielfluss gerät ins Stocken. Ganz mühelos produziert das Notebook seine Leistung nicht. Bei großer Anstrengung geht es deutlich hörbar zu Werke. Bei vielen anderen Notebooks rauscht der Lüfter zur Kühlung der Chips deutlich diskreter.

Reichlich Ausstattung

Auch bei der Ausstattung gibts kaum etwas auszusetzen. Das Cytron-Notebook kommt mit allem daher, was fürs Arbeiten nötig ist und liefert noch dazu etwas angenehmem Luxus. Mit von der Partie ist WLAN-Technik für drahtlose Verbindungen zum Internet, ein Headset und Skype-Software. Im Bereich von WLAN-Hotspots - etwa auf vielen Bahnhöfen und Flughäfen - lässt sich damit billiger telefonieren als mit Handy. Ein DVD-Brenner ermöglicht es, große Datenmengen schnell und bequem an Kollegen, Geschäftspartner und Freunde weiterzugeben. Im Vergleich zum letzten Luxus-Notebook aus dem Aldi-Angebot fehlt ein Modul für den Fernsehempfang. Ein solches ist jedoch ohnehin nur eingeschränkt zu gebrauchen. Unterwegs ist Fernsehen mit einer einfachen Teleskopantenne kaum anständig zu empfangen.

Wenig Durchhaltevermögen

Besonderheit des Tchibo-Notebooks: Es kommt mit zwei Akkus daher. Diese sind allerdings reichlich schwach auf der Brust. Trotz des Notebook-typisch mäßigen Stromverbrauchs von 36 Watt im Durchschnittsbetrieb reichte ein Akku nur für wenig mehr als eine Stunde. Beim Abspielen von DVDs schafft das Tchibo-Notebook mit einem Akku nur 68 Minuten und bei Simulation typischer Laptopnutzung mit dem Programm MobileMark war nach 73 Minuten Schluss. Selbst bei Einsatz beider Akkus bleibt das Tchibo-Notebook damit weit hinter dem zurück, was die konditionsstärksten Notebooks aus dem letzten großen Vergleich in test 4/2005 mit nur einem Akku schaffen. Noch zu beachten: Zum Aufladen müssen die Akkus im Notebook stecken. Der leere Akku bleibt also leer, während das Notebook mit Zweiakku rechnet.

Cytron offenbar Medion-Marke

Über die Herkunft des Geräts macht Tchibo keine Angaben. www.cytron.de führt jedoch direkt zur Homepage von Aldi-Lieferant Medion. Auch in Garantiefällen ist die Essener Aktiengesellschaft zuständig. Cytron ist offenbar eine Medion-Marke, womöglich speziell für Geräte mit besonderem Design. Schon bisher verwendet Medion nicht nur den eigenen Namen als Marke, sondern bietet auch Geräte unter Bezeichnungen wie Tevion und Micromaxx an.

test-Kommentar: Zu wenig Laufzeit
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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