Notebook von Norma Schnelltest

Mit einem glänzenden Angebot wartet Norma seit heute auf: Ein Notebook der Marke MSI in Klavierlackoptik für 666 Euro bietet der Discounter an. Der Schnelltest klärt, ob das Gerät auch bei Qualität und Leistung glänzt.

Störende Reflexionen

Stellenweise gerät schon der äußerliche Glanz zum Minuspunkt: Auf der Bildschirmoberfläche sorgt er bei heller Umgebung für störende Reflexionen. Monitore mit mattierter Oberfläche geben unter normalen Umständen ein besseres Bild ab. Sonst allerdings gibts nichts zu meckern am 15,4 Zoll-Breitbildschirm am Sonderangebotsnotebook.

Reichlich Software

Auch die Ausstattung ist gemessen am Preis völlig in Ordnung. Alle wichtigen Anschlüsse sind da. Außerdem ist im Bildschirmrand eine Webcam eingebaut, die Videochats möglich macht. Ein Fernsehmodul gibts nicht. An Software liefert Norma außer dem Betriebssystem neben einem aktuellen Digital-Lexikon unter anderem auch ein WordPerfect-Office-Paket sowie die aktuelle Steuersparerklärung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft, Testsieger im aktuellen Vergleichstest Steuerprogramme. Ungewöhnlich und unpraktisch: Das Betriebssystem ist auf einer 34 Gigabyte kleinen Partition der Festplatte installiert. Nur 18 Gigabyte stehen noch zur Verfügung. Da wirds schnell eng.

Leistung zur Genüge

Im Gegensatz zur großen Menge der Konkurrenzangebot setzt das Norma-Notebook auf Prozessor und Platine von AMD statt Intel. Bei der Leistung kann die Alternativ-Elektronik locker mithalten. Büroanwendungen und Multimediaprogramme laufen wünschenswert flott über den Schirm. Dank drei Gigabyte großem Arbeitsspeicher bekommt das MSI-Laptop aus dem Normaangebot auch große Datenmengen etwa bei der Arbeit mit Bild- oder Videodateien zügig in den Griff. Bei Spielen allerdings stößt das Notebook an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Der Grafikprozessor aus dem Hause ATI berechnet bei 3D-Spielen der letzten Generation zu wenige Bilder pro Sekunde für ein flüssige Anzeige.

Wenig Ausdauer

Beim Energieverbrauch gebärdet sich das Norma-Notebook wie die meisten anderen Notebooks auch ziemlich unbescheiden. Bei Nutzung der vollen Leistung benötigt es im Netzbetrieb etwas über 70 Watt und im Leerlauf knapp 40 Watt. Das ist reichlich. Ganz ähnlich das Durchhaltevermögen im Akkubetrieb: Bei intensiver Nutzung ist der Akku schon nach 85 Minuten leer. Zum lückenlosen Abspielen üblicher Spielfilm DVD reichts nicht. Bei Durchschnittsbetrieb vor allem mit Büroanwendungen sind 20 Minuten mehr drin, bevor der Anschluss an eine Steckdose nötig ist.

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