Notebook von Lidl Schnelltest

Ein Sparnotebook für 499 Euro bietet Lidl seit gestern an. Allerdings: Soweit erkennbar ist das Gerät nur in Filialen im Großraum Berlin zu haben. Wie viel Qualität und Leistung es für den Sparpreis gibt, klärt der Schnelltest.

Technik aus vergangenem Jahr

Das Sparnotebook aus dem aktuellen Lidl-Angebot ist eng verwandt mit dem Notebook, das der Discounter bereits im November ins Rennen schickte - für damals allerdings noch 999 Euro inklusive einiger Extras, die diesmal fehlen. Schon da entsprach das Gerät nicht dem letzten Stand der Technik, war aber brauchbar. Fazit des Schnelltests damals: Die Leistung geht soweit in Ordnung, der Preis allerdings ist zu hoch für ein Schnäppchen.

Ordentlich Leistung

Die Nachprüfung ergibt: Das jetzt für nur noch 499 Euro angebotene Notebook kann trotz der betagten Technik locker mithalten. Die Leistung der aktuellen Konkurrenz aus dem Vergleichstest in test-Heft 6/2008 ist spürbar höher, aber für Textverarbeitung, Surfen, DVD-Gucken und andere nicht zu anspruchsvolle Muldimedia-Anwendungen bis hin zur Bildverarbeitung völlig ausreichend. Erst die Verarbeitung großer Videodateien und die letzte Generation von 3D-Computerspielen überfordern das Billig-Notebook.

Verzicht auf Extras

Bei Ausstattung und Bedienung gibts nichts weiter zu meckern. Extras wie DVB-T-Fernsehempfang, Webcam oder Bluetooth fehlen, aber alle wichtigen Anschlüsse bis hin zu Firewire und HDMI sind da und der DVD-Brenner beschreibt auch Double Layer-Rohlinge. Der Bildschirm ist matt und nervt daher auch bei heller Umgebung nicht mit unnötigen Reflexionen. Die Ausstattung mit Software ist in Ordnung und für den Bedarf der meisten Notebookbesitzer völlig ausreichend.

Ausreichend Ausdauer

Nicht mal im Akkubetrieb leistet das Billig-Notebook sich eine größere Schwäche. Zwei Stunden beim Abspielen von DVDs mit voller Helligkeit und Lautstärke ist nach test-Kriterien zwar bei weitem noch nicht gut, aber mehr, als viele teurere Markengeräte schaffen - und erstaunlicherweise auch mehr, als das Lidl-Notebook aus dem Novemberangebot schaffte.

Test: Notebooks im Vergleich

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