Notebook von Lidl Schnelltest

Lidl präsentiert in dieser Woche in Berliner und Brandenburger Filialen eine Alternative zum Aldi-Notebook. Ausstattung und technische Daten sind genau so viel versprechend. Beim Preis dagegen sind Notebook-Käufer bei Lidl klar im Vorteil: 1 099 und damit 200 Euro weniger als das Oktober- und Dezember-Angebot von Aldi kostet das Lidl-Notebook. Das Notebook aus dem Lidl-Angebot tritt mit AMD-Prozessor statt der beliebten Intel Centrino-Technologie an. Im Schnelltest musste es zeigen, ob es eine echte Alternative ist.

Bild ohne Spiegelung

Design ist Geschmackssache. Das Notebook von Lidl-Partner Targa kommt in sehr gedecktem Grau daher. Klarer Pluspunkt für Lidl dagegen: Das Display spiegelt deutlich weniger als der Hochglanz-Bildschirm vom letzten Aldi-Flachrechner. Das minimiert störende Reflexionen. Das Zubehör ist wie bei Aldi vollständig. Bei Lidl finden sich zusätzlich noch eine ganze Reihe von Adaptersteckern. Die sind aber auch nur bauartbedingt nötig: Aus nicht nachvollziehbaren Gründen lassen sich Standard-TV-Antennenstecker nicht direkt anschließen. Kleiner Nachteil im Vergleich zum Aldi-Angebot: Ein DVI-Anschluss für einen externen Monitor fehlt. Nur über VGA lässt sich ein Extra-Bildschirm ankuppeln.

Antwort auf viele Fragen

Erstaunlich stark präsentiert sich die Dokumentation zum Lidl-Notebook: Im Karton findet sich ein richtiges und recht aufwändig gestaltetes Handbuch. Auch inhaltlich kam es gut an. Für fast alle Standardprobleme, mit denen Handbücher im Testlabor konfrontiert werden, fand sich die richtige Lösung.

Hauchdünner Vorsprung bei Leistung

Bei der Leistung ist das Targa-Notebook von Lidl über jeden Zweifel erhaben. Genau wie das Aldi-Notebook liefert es viel mehr Leistung als in den allermeisten Fällen überhaupt sinnvoll ist. Selbst Videoschnitt und aktuelle 3D-Spiele sind überhaupt kein Problem. Im Detail hat das Lidl-Angebot gegenüber Aldi die Nase um ein paar Millimeter vorn und kann locker mit den Spitzengeräten aus dem aktuellen Notebook-Vergleich mithalten. Auch beim Durchhaltevermögen arbeiten Lidl- und Aldi-Notebook auf gleichem Niveau mit hauchdünnem Vorteil für Lidl. Beim DVD-Abspielen schafft der Akku etwas mehr als zwei Stunden und bei Simulation typischen Notebook-Mischbetriebs sogar zweieinhalb Stunden. Das ist im Vergleich zu anderen Notebooks nicht unbedingt Spitze, aber ein solides Ergebnis.

Pluspunkte im Detail

Weitere Pluspunkte sammelt das Lidl-Notebook im Detail. Das DVB-T-Modul ist etwas kompakter als beim Medion-Pendant vom letzten Aldi-Notebook. Besonders nett: Es braucht nicht zusätzlich noch einen USB-Anschluss, sondern funktioniert nur über die PD-Card II-Schnittstelle. Nette Spielerei: Oben im Bildschirmrand des Notebooks steckt eine Webcam. Mit geeigneter Software und ähnlich ausgestatten Partnern sind Videokonferenzen möglich oder lässt sich das Bild vom Nutzer live ins Internet übertragen.

Umtausch ausgeschlossen

In einem Punkt allerdings ist Lidl gegenüber Aldi und anderen Discountern klar im Nachteil: Wie immer bei Computerangeboten schließt Lidl seine sonst gültige Geld-zurück-Garantie ausdrücklich aus. Käufer haben kein Umtauschrecht jenseits der gesetzlichen Gewährleistung. Nur wenn handfeste Mängel vorliegen, haben Reklamationen Aussicht auf Erfolg.

test-Kommentar: Nachteil beim Einkauf
Technische Daten und Austattung: Im Überblick

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