Notebook von Lidl Schnelltest

Mit Notebooks der Hausmarke Targa wartet Lidl seit gestern auf. Besonderheit: In den alten Bundesländern gibts ein Sparmodell für 799 Euro, in Berlin und den fünf neuen Bundesländern eine Luxusvariante für 999 Euro. test.de hat das Ostmodell eingekauft und einem Schnelltest unterzogen - mit durchwachsenem Ergebnis.

Reichlich Ausstattung

Notebook von Lidl Schnelltest

Die Ostvariante des Notebooks war bereits im Frühjahr erstmals im Angebot. Damals kostete das Notebook noch 1 199 Euro. Jetzt ists 200 Euro günstiger und sonst soweit erkennbar dem rasanten Fortschritt zum Trotz unverändert. Die Ausstattung ist umfangreich. Im Karton finden sich außer dem Notebook noch ein Empfänger für DVB-T und herkömmliches Analog-Fernsehen, ein Headset und ein umfangreiches Handbuch. Auffällig: Wie schon beim Mini-Notebook von Aldi ragt der Akku hinten einige Zentimeter übers Gehäuse hinaus und wird der Überstand mehr schlecht als recht mit einer Plastikblende kaschiert.

Viel Anleitung

Mit dem Handbuch sammelt das Targa-Notebook die ersten Pluspunkte. Es ist noch besser als die Dokumentation, die Medion zu den Notebooks fürs Aldi-Angebot liefert. Selbst blutigen Anfängern liefert es Antworten auf so ziemlich jede Frage. Auch sonst macht der Einstieg keinerlei Schwierigkeiten. Erfreulich umfangreich ist die mitgelieferte Software. Außer dem Büro-Sparpaket Works ist auch ein richtiges Word 2002 und das Microsoft-3D-Spiel Age of Mythology mit auf der Festplatte.

Volle Leistung

Selbst mit solchen 3D-Spielen kommt die Ost-Variante des Targa-Notebooks gut zurecht. Eingebaut ist ein flotter Grafikprozessor von NVidia mit reichlich eigenem Speicher. Er lässt auch aktuelle Bildschirmabenteuer mit aufwendiger Animation flüssig über den Schirm laufen. Nur bei Einstellung der höchsten Qualitätsstufe bei den allerneuesten Erzeugnissen der Computerspieleindustrie gibts zuweilen unschöne Stockungen. Kleine Schwäche: Der Bildschirm schafft weniger Helligkeit als die besten Konkurrenzmodelle.

Halber Arbeitsspeicher

Auch bei anderen Leistungsmerkmalen kann das Targa-Notebook trotz der schon etwas älteren Technik mithalten. Die Bestückung mit nur einem Gigabyte Arbeitsspeicher wirkt sich bei den Leistungstests kaum aus. Je nach Situation und Anwendung allerdings wird das Targa-Notebook im Einzelfall hinter den meist mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestatteten Konkurrenzmodellen deutlich zurückbleiben. Immerhin: Die Nachrüstung ist möglich. Zwei Gigabyte-Speichermodule kosten rund 50 Euro.

Mäßige Laufzeit

Trotz des großen Akkus präsentiert sich das Targa-Notebook beim Test des Durchhaltevermögens ohne Steckdose nur mäßig ausdauernd. Eine Akkuladung reicht für knapp zwei Stunden DVD-Abspielen bei voller Helligkeit und Lautstärke. Bei Simulation notebook-typischen Mischbetriebs ist auch schon nach ziemlich genau zwei Stunden Schluss. Das ist durch und durch durchschnittlich und nach test.de-Maßstäben enttäuschend wenig. Die besten Konkurrenzgeräte im aktuellen Vergleichstest schaffen deutlich mehr.

Fortschritt beim Service

Deutlicher Fortschritt für Computer- und Notebook-Käufer: Das bei Lidl „Geld-zurück-Garantie“ genannte Umtauschrecht gilt jetzt ohne Einschränkungen. Früher wollte der Discounter ausgerechnet Käufern von Notebooks und Computern das Umtauschrecht verweigern.

test-Kommentar: Trotz fortgeschrittenen Alters noch flott
Im Überblick: Technische Daten und Ausstattung
Im Vergleich: Notebooks

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