Notebook von Lidl Schnelltest

Dell Inspiron 15R mit 40cm-Bildschirm. Bei Lidl für 555 Euro.

Lidl verkaufte am 7. April ein Notebook für 555 Euro. Markenware von Dell: Inspiron 15R. Mit 640-GB-Festplatte, 1-GB-Grafikkarte und 2.4 GHz Intel Core i3-Prozessor. In dieser Ausführung gab es das Inspiron 15R nur bei Lidl. Der Schnelltest klärt, ob sich das Notebook vom Discounter lohnt.

Dell Inspiron 15R

Dell ist bei Notebooks eine feste Größe. Für private Anwender und Firmen. Inspiron heißt die Standardserie für private Anwender. Dell bietet Inspiron-Notebooks in verschiedenen Ausführungen an: Prozessor, Festplatte, Arbeitsspeicher und Grafikkarte nach Wahl. Im Direktvertrieb via Internet. Ab und an offeriert auch Lidl Notebooks von Dell. Aktuell das Inspiron 15R in einer Sonderausführung.

Billiger bei Lidl

Der Discounter verkauft das Inspiron 15R mit 640-GB-Festplatte, 1-GB-Grafikkarte und 2.4 GHz-Intel Core i3-Prozessor. In dieser Ausführung bietet Dell das Notebook nicht an. Der Prozessor bei Lidl ist etwas älter als die neusten Varianten von Dell (i3 mit 2.53 GHz oder i5 mit 2.66 GHz). Die Festplatte ist dafür bei Lidl größer: 640 GB statt 500 GB bei Dell. Lidl verkauft das Inspiron 15R mit Bluetooth für 555 Euro. Bei Dell kostet das Inspiron 15R in ähnlicher Version 578 Euro mit Versand. Kurzum: Der Preis spricht für Lidl.

Viel Rechenleistung für wenig Geld

Positiv am Angebot von Lidl: Die große Festplatte und die Grafikkarte mit 1 GB Videospeicher. Selbst manches 3D-Spiel läuft damit flüssig über den Schirm. Das Inspiron 15R von Lidl ist zwar kein ausgemachter Spielerechner, bietet aber viel Rechenleistung für relativ wenig Geld. Der Intel Core i3-370M-Prozessor ist nicht der neuste, rechnet aber schnell. Die Festplatte bietet viel Platz für Programme, Fotos, Videos und Musik.

Office Starter mit Werbung

Texte und Tabellen sind für das Notebook naturgemäß kein Problem. Lidl liefert das Inspiron 15R mit Microsoft Office Starter. Die abspeckte Officeversion enthält Teile von Word und Excel. Ohne Makrofunktion, Fußnoten und Pivottabellen. Am rechten Bildschirmrand gibts Werbung. Wer anspruchsvoll arbeiten will, muss sich die Vollversion von Microsoft Office kaufen. Preis für das Upgrade: ab 90 Euro (Office Home und Student 2010). Alternative für alle: Die freie Bürosoftware Open Office.

Support bei Dell

Den Support organisiert Dell via Telefon und Internet. Die Hotline von Dell steht auch Lidl-Kunden zur Verfügung. Außerdem ein Reparaturservice: Dell verspricht die Reparatur binnen 10 Werktagen. Im ersten Jahr ist der Service kostenlos. Lidl bietet sogar zwei Jahre Garantie. Wer vor Ort-Service wünscht, findet entsprechende Angebote bei Dell. Gegen Aufpreis, versteht sich.

Schwachpunkt Akku

Drei Schwachpunkte merken die Techniker noch an: Akku, Lautsprecher und Mikrofon. Der Akku des Inspiron 15R ist keine Wucht. Er hält das Notebook nur für zwei bis drei Stunden in Gang. Wer DVDs abspielt, muss nach nur zwei Stunden zurück an die Steckdose. Mobiles Surfen via W-LAN funktioniert etwa drei Stunden. Dann braucht es rund eindreiviertel Stunden, um den Akku wieder aufzuladen.

Wenig Multimedia

Auch die Lautsprecher sind für ein Notebook nicht "State of the Art". Sie klingen einfach zu dünn. Im Zeitalter von iTunes und MediaPlayer keine Empfehlung. Tipp: Verwenden Sie einen Kopfhörer. Der Audioausgang ist gut. Webcam und Mikrofon sind eher Spielerei. Sie taugen vielleicht für eine kurze Videokonferenz, höheren Ansprüchen aber genügen sie nicht. Sei es drum: Das Inspiron 15R von Lidl ist preiswert und die Rechenleistung stimmt. Wer das Notebook bei Lidl nicht mehr bekommt, findet es in ähnlicher Ausführung bei Dell.

Testkommentar: Gutes Notebook für wenig Geld
Tabelle: Dell Inspiron 15R von Lidl

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