Notebook von Aldi Schnelltest

Allerorten gibts glänzende Notebook-Angebote. Aldi macht eine Ausnahme. Während sich sonst Hochglanzbildschirme breitmachen, verkauft der Discounter gerade bundesweit Mobilcomputer mit herkömmlich mattem Bildschirm. Vom Start weg hat Aldi damit einen Pluspunkt: Glanz-Displays sind Unsinn. Je nach Lichtverhältnissen verschlechtern Reflexionen der Bildschirmoberfläche die Sichtbarkeit erheblich. Ansonsten hat das neue Aldi-Notebook für 699 Euro eine ziemlich sparsame Ausstattung, einen flotten Centrino-Prozessor und einen wenig leistungsfähigen Grafikprozessor ohne eigenen Speicher. Im Schnelltest muss das Notebook zeigen, was es kann und für wen es geeignet ist.

Sparkurs bei der Ausstattung

Der Karton mit dem aktuellen Aldi-Notebook gibt außer dem Mobilrechner ungewohnt wenig her. TV-Karte, Speicherkartenleser und Headset hat der Discounter sich diesmal gespart. Dafür liegt der Preis bei 699 Euro, während für die Hochleistungs-Luxus-Notebooks früher auch schon mal fast 1 300 Euro fällig waren. Auch bei der sonstigen Ausstattung müssen sich Käufer des aktuellen Notebooks mit Einschränkungen arrangieren. Videofilmer werden den Firewire-Anschluss für die schnelle Übertragung der Filmdaten von der Kamera zum Notebook vermissen. Auch ein Speicherkartenleser fehlt. Nur über USB-Kabel gelangen Bilder ins Notebook. Ein externer Bildschirm ist nur über analogen VGA- und nicht auch DVI-Anschluss möglich.

Leistung mit Grenzen

Bei der Leistung lässt sich das Sparangebot nicht lumpen. Büro- und Multimediaanwendungen laufen flott und ohne spürbare Verzögerungen über den Schirm. Selbst der Schnitt abendfüllender Spielfilme lässt sich bewerkstelligen. Bei solchen speicher- und rechenintensiven Anwendungen gerät das Spar-Notebook mit Centrino-Prozessor und 512 Megabyte Arbeitsspeicher gegenüber der jüngsten Gerätegeneration mit Core Duo-Technik und einem Gigabyte Arbeitsspeicher allerdings spürbar ins Hintertreffen. Bei aktuellen 3D-Spielen streicht das aktuelle Aldi-Notebook endgültig die Segel. Der Grafikprozessor mit der etwas irreführenden Bezeichnung „Graphics Accelerator“ schafft zu wenig Bilder pro Sekunde.

Reichlich Ausdauer

Dafür hat das Notebook auch jenseits jeder Steckdose reichlich Durchhaltevermögen. Beim DVD-Abspielen ist der Akku erst nach mehr als zweieinhalb Stunden am Ende. Bei der Simulation notebook-typischen Durchschnittsbetriebs reicht eine Akkuladung sogar für dreieinhalb Stunden. Das schaffte keins der Notebooks aus dem letzten Vergleichstest. Noch dazu ist der Akku flott wieder voll. Weniger als zweieinhalb Stunden braucht das Netzteil fürs Laden. Ärgerlich allerdings: Im Stand-by-Modus nach Zuklappen des Bildschirms verbraucht das Aldi-Notebook immer noch 5 Watt. Erst beim regelrechten Herunterfahren sinkt der Stromverbrauch auf 1 Watt.

Start ohne Schwierigkeiten

Bei der Bedienung macht das Aldi-Notebook keine Schwierigkeiten. Der erste Start klappt zügig und problemlos. Einzige Besonderheit ist das Medion-typische Multifunktions-Touchpad. Es lässt sich von der gewohnten Maussteuerung auf eine Art Schnellstartmenü umschalten. Das ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, ist aber bloße Zusatzoption. Wers nicht mag, muss es ja nicht nutzen.

test-Kommentar: Beschränkung auf das Wesentliche
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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