Notebook aus dem Onlineshop Meldung

Ein MacBook Air für 49,95 Euro? Da hatte der Otto-Versand sich voll vertan. Normalerweise kostet dieses Notebook von Apple 1 699 Euro. Doch als das Angebot wieder aus dem Onlineshop verschwand, war es schon zu spät: Denn 2 565 Schnäppchenjäger hatten bereits zugeschlagen. Doch zu diesem Preis werden sie ihre MacBooks trotzdem nicht bekommen. Im Onlineshop ist es dabei so wie im Supermarkt: Der Preis an der Ware ist nicht verbindlich. Streng juristisch gesehen ist es vielmehr so: Der Kunde gibt ein Kaufangebot ab, indem er zum Beispiel die Ware zur Kasse bringt. Tippt die Kassiererin den Preis ein, ist der Vertrag geschlossen. Gibt sie einen anderen Preis ein als zum Beispiel am Regal vermerkt war, hat der Kunde die Wahl: Entweder er akzeptiert den Preis, oder er zieht sein Kaufangebot zurück. Bei Onlineshops ist es ähnlich. Sie dürfen zunächst prüfen, ob überhaupt ausreichend Ware vorrätig ist. Die übliche automatische E-Mail „Ihre Bestellung ist bei uns eingegangen“ gilt als bloße Zugangsbestätigung. Ist sie hingegen als „Auftragsbestätigung“ betitelt, ist das ein Vertragsabschluss. „Dasselbe gilt, sobald die Ware versen­det oder der Kunde zur Zahlung aufgefordert wird“, berichtet der Berliner Rechtsanwalt Dr. Martin Schirmbacher. Aber: Liegt ein Druck- oder Schreib­fehler vor, kann der Händler den Vertrag auch nachträglich wegen Irrtums anfechten.

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