Norma-Scanner im Schnelltest Schnelltest

Wer schon einen Computer hat, kriegt zu Weihnachten vielleicht entsprechendes Zubehör. Ein Scanner macht sich immer gut unterm Baum. Kurz vor Weihnachten bietet nun Norma den Microtek ScanMaker 4850 für 80 Euro an. Im Test 08/03 war unter den getesteten Scannern auch ein Microtek ScanMaker für damals 225 Euro. Der 5900 lag im Mittelfeld. Beide Scanner sind sich sehr ähnlich. Ob der Norma-Scanner ein günstiges Weihnachtsgeschenk ist, sagt der Schnelltest.

Englisch im Norma

Ein erster Unterschied fällt schon im Norma-Laden auf: Auf der Verpackung findet der Kunde fast nur Angaben und Hinweise in Englisch. Lediglich an der Seite des Kartons auf einem kleinen Feld beschreibt Microtek in deutscher Sprache, was der Scanner kann und was der PC können muss. Beim ScanMaker 5900 aus test 08/03 kam der Kunde noch ohne Übersetzer aus. Die Kartonbeschriftung war überwiegend in deutscher Sprache. Dass das Norma-Gerät flacher und leichter ist als sein Bruder, ist zwar gut fürs Design und Gewicht. Doch der Grund für diese Verflachung ist weniger erfreulich: Die Durchlichteinheit fehlt. Dadurch können keine Dias gescannt werden.

Assistent muss helfen

Bevor es im Test richtig spannend wird, muss die entsprechende Software installiert werden. Ähnliche Scanner - gleiche Probleme: Wie der 5900 im großen Vergleichstest erkennt die installierte Software unter Windows XP Professional das Gerät nicht. Auch nicht nach einem Neustart. Der WindowsXP-Assistent zur Hardware-Installation muss ran. Mit seiner Hilfe - er ordnet den Treiber USB2400 zu - kann das Scannen losgehen.

Je höher desto langsamer

Jetzt wird gescannt. Nicht nur in der Höhe, sondern auch in der tatsächlichen Auflösung hat der Norma-Scanner abgenommen. Horizontal schafft er 1450 dpi, vertikal 1650 dpi. In der Geschwindigkeit hängt der ScanMaker 4850 seinen dickeren Bruder nur bei geringer Auflösung ab. Wer einen Vorschauscan macht oder ein Farbfoto mit 150-dpi-niedriger Auflösung scannt, ist schneller. Der Schlitten des „alten“ ScanMaker liegt dagegen vorn beim Scannen mit hoher Auflösung. Das Norma-Angebot lässt sich bei 600 und 1200 dpi viel Zeit. Es dauert zum Teil drei Mal so lange, bis das Bild abgetastet ist.

Brummen und tuckern

Abwechslungsreich, aber nervend sind die Geräusche, die der ScanMaker 4850 macht. Der schnelle Vorschauscan wird von einem unangenehmen Kreischen begleitet, wenn der Schlitten beim Abtasten in der Endposition wieder zurückfährt. Nicht leiser, aber etwas angenehmer verhält sich der Norma-Scanner beim langsamen Wagenlauf. Statt des Heulens ist dann ein Brummen zu hören.

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