Norma-PC im Schnelltest Schnelltest

Nach Plus, Lidl und Aldi kommt Norma noch neun Tage vor Heiligabend mit einem PC. Plus kassierte Anfang Dezember 899 Euro; Norma begnügt sich jetzt mit 799 Euro. Der Aldi-PC kostete 1 179 Euro; Lidl wollte ursprünglich 1 149 Euro und hat den Preis später auf 999 Euro gesenkt. Gegenüber der Konkurrenz fehlt dem Norma-Angebot die Extra-Platine für den Fernsehempfang samt Fernbedienung und ein Kartenleser, um Fotos von Digitalkameras bequem übernehmen zu können. Schon die technischen Daten dokumentieren: Mit dem Lidl- und dem Aldi-PC kann das Norma-Angebot nicht mithalten. Dafür ist es billiger. Der Schnelltest klärt, wie viel Leistung fürs Geld der Norma-PC zu bieten hat.

Spielfluss mit Grenzen

Prüfpunkt Nummer eins: die Leistung. Der Dreamsys schlägt sich erstaunlich gut. Mit den Highend-Rechnern von Lidl und Aldi kann er zwar nicht mithalten, schneidet aber bei der Grafikleistung besser ab als der Plus-Rechner. Nur bei Spielen mit extrem aufwändiger 3D-Grafik und hoher Auflösung fängt das Bild zu ruckeln an. Fast alle aktuellen Bildschirmabenteuer laufen flüssig über den Schirm. Kleiner Wermutstropfen: Schon bei der nächsten Spielegeneration wird der Norma-PC höchstwahrscheinlich an seine Grenzen stoßen, während der Aldi-PC etwa noch reichlich Reserven hat.

Ausstattung mit Lücken

Auch für die Bearbeitung von Foto- und Videodateien reicht die Leistung aus, wenn nicht gerade die Produktion abendfüllender Hollywoodfilme geplant ist. Allerdings fehlt es an Ausstattung, die das Arbeiten angenehm macht. Ein Firewire-Anschluss findet sich nur an der Gehäuserückseite und ein Kartenlesegerät fehlt völlig. An der Frontseite gibts zwar ganz unten USB-, Mikrophon- und Kopfhörer-Anschlüsse, aber wirklich gut erreichbar sind diese auch nicht. Ebenfalls mager: die Dokumentation. Die Schnellanleitung für den ersten Start ist in Ordnung; das Handbuch allerdings enthält kaum noch zusätzliche Informationen. Bei ernsthaften Schwierigkeiten hilft es wenig weiter.

Brenner mit Auswahl

Gut bedient sind die Freunde von CDs und DVDs. Der DVD-Brenner beherrscht Plus- und Minus-Formate und beschreibt sämtliche CD-Rohlinge. Zusätzlich ist ein Lesegerät für CDs und DVDs montiert, so dass das Kopieren schnell und bequem vonstatten geht. Sogar eins der guten, alten Diskettenlaufwerke ist an Bord. Im Notfall macht das immer noch Sinn. Viele Virenschutzprogramme sehen im Falle eines Falles nur den Rechnerstart mit einer speziellen Diskette vor.

Gehäuse mit Platzmangel

Ein Schönheitsfehler noch: Das erste Einschalten klappt soweit, aber auf Festplatte ist beim Auspacken noch kaum Software zu finden. Windows XP und etwas DVD-Software ist vorinstalliert. StarOffice und die übrigen Programme liegen zwar bei, müssen aber erst noch eingespielt werden. Die übrigen Discounter nehmen ihren Kunden diese Mühe in der Regel ab. Zum Schluss noch ein handfester Nachteil: Das Dreamsys lässt kaum Raum für Erweiterungen. Gerade mal zwei PCI-Steckkarten und eine Festplatte passen noch. Ein Kartenlesegerät dagegen lässt sich nicht mehr zusätzlich einbauen. Außerdem fehlt eine DVI-Buchse zum optimalen Anschluss moderner Flachbildschirme.

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