Norma-Notebook Schnelltest

Das Angebot ist ungewöhnlich: Ein Notebook der Marke Averatec schickt Norma in dieser Woche ins Rennen um die Gunst der Notebook-Käufer. Das klingt nach Discount, ist aber veritable Markenware. In den USA ist Averatec einer der wichtigsten Notebook-Anbieter, hierzulande allerdings weitgehend unbekannt. Die Ausstattung ist komplett: Vom DVD-Brenner bis zu drahtlosem Netzwerk ist alles an Bord. Allerdings: Der Prozessor ist ein schon recht betagtes Modell und der Grafikchip nicht unbedingt für Rekordtempo bekannt. Der Schnelltest klärt, was die Markenware zum Discountpreis taugt.

Wenig Software

Eins ist klar: Für Spielereien ist das Averatec-Notebook nicht geeignet. Die 3D-Grafik moderner Spiele überfordern Rechner und Grafikchip. Keine Probleme hat das Notebook mit den handelsüblichen Office-Programmen. Diese allerdings muss der Käufer des Norma-Notebooks noch extra erstehen. Mitgeliefert wird außer den fest in Windows eingebauten Sparprogrammen wie WordPad und Photo Editor nur DVD-Software und ein Virenscanner. Eine richtige Textverarbeitung oder gar ein Tabellenprogramm ist nicht installiert.

Viel Ausstattung

An Hardware dagegen ist vom angenehm großen Bildschirm über Wireless Lan bis hin zum DVD-Brenner alles da, was sich ein Notebookbesitzer nur wünschen kann. Ganz praktisch: Als DVD- oder CD-Abspielgerät funktioniert der Rechner auch ohne Hochfahren und Windows. Einfach DVD oder CD einlegen, Playtaste drücken und schon gehts los. Zwei Lücken hat die Ausstattung: Eine Firewire-Buchse für den Anschluss einer Videokamera etwa gibts nicht. Und: 5.1-Sound ist zwar drin, lässt sich aber nicht wiedergeben. Es fehlt ein Anschluss für Surround-Lautsprecher oder -Receiver. Möglich ist nur der Anschluss einer Stereoanlage und das auch nur über den Kopfhörer-Ausgang.

Wenig Durchhaltevermögen

Im herkömmlichen Akkubetrieb mit Hochfahren von Windows hat der Käufer des Norma-Notebooks nicht sehr lange Spaß am Gerät. Beim Abspielen von DVDs mit voller Lautstärke und Bildschirmhelligkeit ist nach 70 Minuten Schluss. Besser liefs beim Abspielen von DVDs ohne Hochfahren von Windows: Der Akku hielt deutlich länger durch. Erst nach etwas mehr als fünf Stunden wurde der Bildschirm dunkel.

Viel Größe, wenig Gewicht

Besonders handlich ist das Averatec-Notebook nicht. Es ist ziemlich dick und groß, dafür aber angenehm leicht: Ohne Netzteil bringt es 2,6 Kilo und damit weniger als die meisten anderen Notebooks auf die Waage. Ein Handhabungsmangel: Die Öffnung für die Kühlluft ist unten am Gehäuse. Die unangenehme Folge: Das Gerät wird gerade dort unangenehm warm, wo es beim Betrieb auf dem Schoß den engsten Kontakt zum Benutzer hat. Ganz angenehm allerdings die Geräuschkulisse: Vom Ventilator zur Kühlung ist stets nur ein Säuseln zu hören.

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