Nord­seegarnelen Maschinen­geschält vor Ort statt in Marokko per Hand gepult

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Drei nieder­ländische Brüder haben eine Schäl­maschine für Nord­seekrabben erfunden, die ähnlich effizient sein soll wie das Pulen per Hand. Seit Jahr­zehnten fahndet die Krabben­industrie nach Methoden, die uneinheitlich geformten Krebs­tiere kostengünstig in der Nähe der Nordsee zu pulen. Zurzeit reisen die meisten Nord­seegarnelen, wie Krabben korrekt heißen, per Lkw nach Marokko und Polen, wo die Produktion güns­tiger ist. Dort lösen Arbeiter das Fleisch aus dem Panzer, das dann wieder gen Norden geht. Diesen Irrsinn wollen die Holländer beenden. Ihr maschinell geschältes Fleisch hat zwar erst geschätzte zwei Prozent Markt­anteil, weitere Maschinen sollen ihn aber erhöhen. Folge für die Kunden: Die heute noch teure maschinen­geschälte Ware dürfte preis­werter werden als die hand­geschälte. Lang­fristiges Ziel ist es, auf Konservierungs­mittel zu verzichten. Bisher wird Krabben­fleisch meist mehrere Male konserviert.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 20.05.2019 um 08:13 Uhr
Krabbenschälmaschine

@thomas.masuth: In wie weit sich der Anteil maschinell geschälten Nordseekrabben erhöht hat, haben wir bisher nicht recherchiert, so dass uns hierzu keine Daten vorliegen. Informationen dürften Sie bei der Erzeugergemeinschaft der deutschen Krabbenfischer in Cuxhaven erhalten. (bp)

thomas.masuth am 17.05.2019 um 13:21 Uhr
Maschinen­geschält vor Ort statt in Marokko per Ha

Wie weit ist die Industrie mittlerweile bei den Maschinen geschälte Krabben-fleisch? Eigentlich müsste das Fleisch wesentlich preiswerter sein.

thomas.masuth am 17.05.2019 um 13:13 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.