Nonipflanze Keine Arznei

Gesundheitsaussagen für exotische Pflanzen haben Konjunktur: Nach Kava-Kava, dem Rauschpfeffer aus der Südsee, der Teufelskralle aus dem südlichen Afrika nun die Nonipflanze – ein indischer Maulbaum mit hühnereier-großen Früchten, die stark nach ranzigem Käse riechen.

Die Nonipflanze gilt in der indonesischen und malaysischen Medizin als Universalmittel – von Schmerzbehandlung, Diabetes bis hin zur Krebstherapie. Vor vier Jahren hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zunächst ein Verbot für das „neuartige Lebensmittel“ Nonisaft erlassen, die EU-Kommission ließ Noni dann aber in pasteurisierten Fruchtsaftgetränken zu. Seither werden Nonisaft, Saftextrakt, Kapseln oder Pulver massiv als Heilmittel beworben, etwa für das Immunsystem. In der wissenschaftlichen Literatur finden sich keine gültigen Hinweise für den Nutzen, die wenigen Veröffentlichungen entsprechen nicht dem aktuellen Standard. Bekannt wurden vereinzelt unerwünschte Wirkungen durch den hohen Kaliumgehalt der Frucht wie Durchfall und eine Beeinflussung der Herzfrequenz.

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