Nach Sony (Playstation 2, 249 Euro) und Microsoft (Xbox, 299 Euro) kommt Nintendo mit der Spielekonsole Gamecube für 199 Euro. Beachtlich: In der ersten Woche wurde sie öfter gekauft als die Xbox in den acht Wochen davor.

Mit den Maßen von 14 x 15 x 11 Zentimetern ist der Gamecube von Nintendo wohl der knackigste Spielewürfel aller Zeiten. Anders als die Konkurrenzmodelle Playstation 2 und Xbox spielt er zwar keine DVDs oder Musik-CDs ab. Doch dieser Verzicht wird mit einem Preis von 199 Euro belohnt. Dazu kommen attraktive Spiele. Wir sahen eine gute Grafik, fanden scheinbar unendliche Spielewelten, schön gruselige Schlös­ser und Star-Wars-Weltallschlachten – Futter für Spieler aller Altersgruppen. Die Fans erfreuen sich am Klempner Mario, den Pokémons, der Kultfigur Zelda und am Igel Sonic, den der ehemalige Rivale Sega beisteuert.

Der Gamecube ist offenkundig gut entworfen. Dank des Dolby-Surround-Pro-Logic-2-Verfahrens bekommt man wie bei der Konkurrenz „perfekten“ 5.1-Kanalton. Die unvermeidlichen Ladezeiten (auch Nintendo nutzt jetzt rotierende Datenscheiben, die Mini-DVD) sind jedoch deutlich kürzer als bei Playstation und Xbox. Und auch die Spielesteuerung, der Controller, liegt besser in der Hand als sonst gewohnt.

Geradezu witzig ist die Verbindung von Gamecube und Gameboy Advance mit einem Spezialkabel. Damit können Gegenstände, Charaktere oder ganze Welten in das jeweils andere System übertragen werden. Pokemons zum Beispiel. Außerdem dient der Game Boy Advance als Zweitmonitor und zeigt Taktiken, den Energiestatus, Levelkarten und dergleichen mehr.

Produktinformation

Nintendo Gamecube

Ausstattung:
Prozessor: IBM 485 MHz
Grafik: 24 MB
Speicher: 40 MB, Mini-DVD (8 cm, 1,5 GB)

Anschlüsse:
4 Gameports
Audio
TV
2x seriell
1x parallel

Preise:
199 Euro
Spiele 50 bis 60 Euro

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