Nikon warnt vor Kamera-Akkus Meldung

Der Kamerahersteller Nikon ruft zahlreiche Lithium-Ionen Akkus vom Typ EN-EL3 zurück. Sie können beim Laden überhitzen, warnte das Unternehmen. Mit solchen Akkus stattet Nikon die digitalen Spiegelreflexkameras D 50, D 70 und D 100 aus. Käufer solcher Kameras sollten anhand einer Liste mit Chargennummern überprüfen, ob Ihr Akku betroffen ist. Bei Überhitzung drohen Schäden an der Kamera oder anderen nahe liegenden Gegenständen. 

[Update: 06.12.2005] Nikon bittet Besitzer der betroffenen Kamera-Typen erneut darum, die Akkus zu der Kamera zu überprüfen. Nach der ersten Veröffentlichung des Rückrufs Anfang November sei die Liste womöglich defekter Akkus noch um 13 Chargennummern erweitert worden.

Fünf Fälle weltweit

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In weltweit fünf Fällen, zwei davon in Europa, seien Akkus beim Laden zu heiß geworden, berichtete Nikon. Zwar gabs nach Angaben des Unternehmens keine Verletzten, aber Sachschäden. Die Hitze der fehlerhaften Akkus führte zu Verschmorungen. Nikon empfiehlt dringend, vom Rückruf betroffene Akkus nicht weiter zu verwenden. Betroffen seien ausschließlich bestimmte Chargen der EN-EL3-Akkus. Andere Typen wie EN-EL3a oder EN-EL3e sind nach Nikon-Angaben einwandfrei.

Fehler bei Herstellung 

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Bei Einzelheiten zur Ursache für den Defekt hält der renommierte japanische Kamerahersteller sich bedeckt. Es handele sich nicht um einen Konstruktionsfehler, sondern beruhe auf einem Fehler im Herstellungsprozess, hieß es lediglich. Probleme mit Lithium-Ionen-Akkus sorgten in den vergangenen Monaten für zahlreiche Rückrufe. Betroffen waren vor allem Notebooks, aber auch andere Geräte.

Bitte um Rücksendung

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Nikon bittet betroffene Kunden, sich direkt mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen. Informationen zu den Problem-Akkus hält Nikon unter http://nikoneurope-de.custhelp.com bereit. Kunden können den Akkuaustausch online oder per Telefon beantragen. Hier die Rufnummern: 
- für Deutschland: 0 69/95 30 73 86
- für Österreich: (01) 36 0 27 71 46 72
- für die Schweiz: 0 225 67 51 30
Kunden erhalten von Nikon dann ein bereits frankiertes Paket, mit dem sie den Akku einschicken können. Nikon verspricht, so schnell wie möglich Ersatz zu liefern. Bei Kauf vor noch nicht mehr als zwei Jahren können Eigner eines vom Rückruf betroffenen Akkus auch ans Geschäft halten, in dem sie den Akku gekauft haben. Es ist im Rahmen der Gewährleistung zwei Jahre lang in der Pflicht, bei Mängeln für Abhilfe zu sorgen. 

Lange Liste mit Nummern 

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Welche EN-EL3-Akkus wegen des Fehlers in der Produktion ein Überhitzungsrisiko haben, können Besitzer einschlägiger Kameras selbst überprüfen. Die Akkus lassen sich anhand der Chargennummer identifizieren. Hier die Liste im Detail:

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