Die Nigeria-Connection, eine kriminelle Vereinigung, die seit elf Jahren deutsche Geschäftsleute abzockt, betrügt jetzt mit einer neuen Masche. Diesmal bestellen die nigerianischen Betrüger bei deutschen Händlern teure Hard- und Software und bezahlen dann die Rechnung nicht. Zwar wird den Händlern versprochen, dass sie sofort nach Lieferung der Ware einen bei einer US-amerikanischen Bank hinterlegten Scheck über ihre Hausbank einlösen können. Doch sobald die Betrüger in Lagos die Waren erhalten haben, rufen sie ihren Scheck zurück. Das ist in den USA noch vier Wochen nachdem ein Scheck bei der Bank eingereicht worden ist, möglich.

Bisher hatten die Nigerianer deutsche Geschäftsleute betrogen. In Briefen baten sie ihre Opfer um die Bereitstellung von Adressen, Telefon- und Faxnummern. Damit könnten sie an die nigerianische Öl- oder Eisenbahngesellschaft überhöhte Rechnungen ausstellen und die Millionenbeträge über die Konten der Deutschen ins Ausland transferieren. Als Gegenleistung für die Hilfe sollten die deutschen Geschäftsleute bis zu 30 Prozent der transferierten Summe erhalten. Vorher mussten von den Opfern jedoch Planungskosten, Provisionen sowie Bestechungsgelder für nigerianische Beamte in Höhe von mehreren Zehntausend Mark aufgebracht werden. Waren die bezahlt, hörten die Opfer nichts mehr von den Betrügern.

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