Niedrigere Paketpreise ab 1. Juli Meldung

Die Post-Tochter DHL senkt zum 1. Juli die Preise für Pakete innerhalb Deutschlands. Sendungen bis 10 Kilogramm kosten künftig 6,90 Euro statt bisher 10,50 Euro. Doch Päckchen und Pakete gehen auch bei anderen Anbietern preiswert auf die Reise. test.de vergleicht die neuen DHL-Preise mit denen der Konkurrenz.

Preis sinkt um bis zu 34 Prozent

Von den neuen DHL-Preisen profitieren nahezu ausschließlich Versender schwerer Pakete: Zwischen 5 und 10 Kilogramm Gewicht zahlen sie nun 6,90 Euro statt bisher 10,50 Euro. Pakete bis 20 Kilogramm kosten 9,90 Euro (bisher 14,00 Euro). Für Paketversender mit leichten Sendungen ändert sich jedoch wenig: Der Preis für Pakete bis 5 Kilogramm sinkt von 7,00 auf 6,90 Euro. Weiterhin gilt: Wer seine Paketmarke im Internet oder an einer der rund 700 Packstationen kauft, spart je Sendung einen weiteren Euro. Die 10-Kilo-Paketmarke kostet dort 5,90 Euro, die 20-Kilo-Paketmarke 8,90 Euro. Preiswerter geht es bei DHL nur noch mit einem Päckchen für 3,90 Euro oder einem Pluspäckchen für 5,99 Euro - beides aber ohne Versicherung.

Konkurrenz trotzdem oft preiswerter

Doch trotz gesenkter Preise ist DHL in vielen Fällen nicht der preiswerteste Paketdienst. Hermes und GLS bereiten mit ihren zahlreichen Paketshops dem gelben Riesen ernsthafte Konkurrenz. Dort hängt der Preis hauptsächlich von der Größe der Sendung ab - solange das Paket das Maximalgewicht nicht überschreitet (25 Kilogramm bei Hermes und 40 Kilogramm bei GLS). Massgeblich ist die Summe der längsten und der kürzesten Seite eines Pakets. Ergibt diese weniger als 50 Zentimeter, kosten Sendungen bei Hermes 3,90 Euro, bei GLS 4,00 Euro. Pakete bis 80 Zentimeter Seitenlänge kosten bei Hermes 5,90 Euro, bei GLS 12,80 Euro. Zur Fußball-Weltmeisterschaft bietet Hermes zudem ein Fanpaket für 3,70 Euro. Dieser Preis gilt für Sendungen bis 50 Zentimeter Seitenlänge. Außerdem müssen Versender für dieses Sonderangebot ihren Paketschein im Internet ausfüllen, ausdrucken und das Paket in einen Paketshop bringen. Bei Hermes sind alle Sendungen maximal bis 500 Euro versichert, bei GLS sogar bis 750 Euro. Weiterer Vorteil: Hermes und GLS betreiben zahlreiche Paketshops, deren Öffnungszeiten oft länger sind als in den Postfilialen.

Beschwerde eingereicht

Inzwischen hat die Hermes Logistik Gruppe die Bundesnetzagentur zur Überprüfung der neuen DHL-Paketgebühren aufgefordert. Unternehmenssprecher Andreas Engelmann erklärte gegenüber test.de, die Regulierungsbehörde solle feststellen, ob die Deutsche Post und DHL die niedrigen Paketpreise mit Gewinnen aus anderen Unternehmenssparten quersubventionieren. Außerdem hält er die Mehwertsteuerbefreiung von DHL für nicht gerechtfertigt, während alle anderen Paketdienste 16 Prozent Mehrwertsteuer zahlen müssten. „Wir müssen 16 Prozent effizienter arbeiten als DHL, um die gleichen Preise anzubieten“, sagte Andreas Engelmann.

Im Überblick: Die Preise von DHL, GLS und Hermes

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