Ein Steuer­pflichtiger, der an einer Biografie über das Leben und Wirken seines Vaters arbeitet, ist nicht allein dadurch schrift­stel­lerisch tätig und kann die Kosten seiner Recherchen nicht steuerlich als Verlust absetzen. So urteilte das Finanzge­richt Rhein­land-Pfalz (Az. 3 K 2083/18). Der Betroffene hatte dagegen geklagt. Sein Vater war vor und nach dem Zweiten Welt­krieg als Schauspieler, Regisseur und Filmeditor tätig. Um Material darüber zu sammeln, hatte der Sohn von 2011 bis 2016 rund 20 500 Euro ausgegeben. Ein Finanz­beamter sichtete das Konvolut und stellte fest, dass der Kläger weder ein schlüssiges Konzept noch eine Vorstellung zu eventuell zu erzielenden Honoraren besitze. Er sei weder willens noch in der Lage, mit dem Projekt Gewinne zu machen, so die Richter. Die Recherche erfolgte vor allem aus eigenem Interesse und persönlichen Gründen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1 Nutzer findet das hilfreich.