Neujahrsbrauch Meldung

In Fett gebacken, mit Gemüse gefüllt oder einfach nur blau? Für den Neujahrkarpfen gibt es vielerlei Rezepte. Und Glück für das Jahr 2008 gibt es gratis dazu.

Zucht: Der Karpfen ist ein Süßwasserfisch und liebt stehende oder langsam fließende Gewässer mit viel Pflanzenwuchs. Er ist also sehr gut für die Teichwirtschaft geeignet. Im Handel finden sich überwiegend Zuchtkarpfen mit einem Gewicht von zwei bis drei Kilogramm. Bevor sie für das Silvestermenü in den Handel gehen, werden die Karpfen in ein Becken mit klarem Wasser umgesiedelt. So verliert sich der Geschmack nach Schlamm und nach Moos.

Zubereitung: Der Karpfen ist mit 4,8 Gramm Fett pro 100 Gramm Fischfleisch ein mittelfetter Fisch. Er wird meist als Kochfisch zubereitet. „Karpfen blau“ etwa bekommt seine blaue Farbe durch den Sud aus Essig, Gewürzen und Gemüse. Dazu schmecken Kartoffeln und eine Meerrettichsoße. Beim gebackenen Karpfen, einem allerdings sehr üppigen fränkischen Traditionsgericht, wird der panierte Karpfen in heißem Fett ausgebacken.

Kauftipps: Dass Fisch frisch ist, lässt sich an klaren, prallen Augen erkennen. Außerdem sollte die Haut natürlich glänzen, die Schuppen müssen noch fest haften. Am besten lassen Kunden sich auch die Kiemen zeigen. Statt klebrig und gräulich sollten sie leuchtend rot sein. Bitten Sie den Händler, den Karpfen gleich auszunehmen.

Tradition: Nicht ohne Grund wird der schuppige Karpfen gern zum Jahreswechsel gegessen: Bewahrt man eine seiner Schuppen im Portmonee auf, winkt im neuen Jahr reicher Geldsegen, sagt der Aberglaube. Fischfreunde, die keinen Karpfen mögen, können sich zum neuen Jahr auch mal an Sushi oder einer Lachs-Spinat-Rolle versuchen.

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