Zwei bis drei Tage nach der Geburt gibt ein Tropfen Blut aus der Ferse des Neugeborenen Auskunft darüber, ob das Baby an einer von 14 angeborenen Erkrankungen leidet – die sich nur selten in sichtbaren körperlichen Veränderungen äußern. Dank des Neugeborenenscreenings konnte allein zwischen 2005 und 2008 bei fast 2 000 Neugeborenen die dringend erforderliche Therapie einer schweren Erkrankung zu einem optimalen Zeitpunkt eingeleitet werden, wie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin berichtet. Eine Langzeitstudie der Universität Heidelberg konnte zudem nachweisen, dass rund 95 Prozent der Kinder, bei denen eine der Zielkrankheiten des Neugeborenenscreenings – wie etwa Stoffwechselerkrankungen oder Hormonstörungen – nachgewiesen wurde, heute dank optimaler Therapie ein normales Leben führen.

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