Neues Nahverkehrskonzept Call a bike Meldung

Eine pfiffige Idee: Call a Bike macht dem Nahverkehr Räder. Der Trend zum Mietrad könnte von München aus bald bundesweit expandieren.

Ein Rad mieten und ab durch die Stadt -­ wann immer man will, so lange man mag und alles ohne umständliche Formalitäten ­- das ist die Grundidee von "Call a Bike" in München. Bald sollen weitere Städte folgen: In der engeren Auswahl sind zur Zeit Nürnberg, Köln und Hamburg. Sogar aus dem europäischen Ausland gibt es schon Anfragen.

Fahrräder zum Ausleihen sind an sich ein alter Hut. Diverse private Anbieter, aber auch die Deutsche Bahn sind hier aktiv. Neu an Call a Bike ist vor allem das patentierte Ausleih- und Abrechnungsverfahren, das professionelle Management und die Flexibilität.

Und so funktioniert das ausgeklügelte System: Innerhalb des Mittleren Rings in München stehen flächendeckend über 2.000 Spezialräder an Dutzenden von Telefonzellen bereit. Sie sind mit robusten elektronischen Schlössern direkt am Rad gesichert ­- mit nichts anderem. Wer ein Fahrrad braucht, geht in die Telefonzelle, ruft die kostenlose Hotline an, gibt seine Kundennummer (die erfährt er bei der Anmeldung) und die Bikenummer durch und erhält einen vierstelligen Öffnungscode für das Display am Fahrradschloss.

Nun kann er beliebig lange fahren ­- wenn es sein muss auch nur bis zur nächsten Bahnstation. Unterbricht er die Fahrt, wird das Rad abgeschlossen und danach über den Öffnungscode wieder frei gemacht. Zum Schluss ist am Schloss "Beenden" einzugeben, worauf auf dem Display ein Quittungscode erscheint. Den muss der Kunde wieder der Telefonhotline melden. Damit ist die Fahrradausleihe für ihn beendet, und der Öffnungscode ändert sich automatisch. Bei Verlust oder Diebstahl des Fahrrads haftet der Kunde mit einem Betrag von 80 Mark. Damit soll sichergestellt werden, dass das Bike immer abgeschlossen wird.

Im Minutentakt abgerechnet

Neues Nahverkehrskonzept Call a bike Meldung

Die Call-a-Bike-Räder haben Vollfederung, 8-Gang-Schaltung, Rollenbremsen und Alu-Rahmen. Serviceteams sorgen für Wartung und Pflege.

Die Standard-Grundgebühr pro Fahrt beträgt 1,80 Mark. Ansonsten zählt die Ausleihzeit. Abgerechnet wird minutengenau. Die ersten fünf Minuten sind kostenlos, jede weitere Minute kostet zusätzlich 3 Pfennig, ab der siebten Stunde nur noch 1 Pfennig. So macht eine halbe Stunde (für den Weg zur Arbeit beispielsweise) 2,55 Mark, zwei Stunden schlagen mit 5,25 Mark zu Buche und für einen ganzen Tag (24 Stunden) bezahlt der Velophile knapp 24 Mark.

Die Gebühr bezieht sich auf das Münchner Kerngebiet. Wer das Rad weiter außerhalb abgibt, muss für jeden Entfernungskilometer ab der Grenze zum zentralen Bereich noch einmal 50 Pfennig zahlen. Leiht er das Bike außerhalb aus und bringt es zurück ins Zentrum, werden ihm umgekehrt 50 Pfennig gutgeschrieben. Bezahlen kann der Kunde mit seiner Kreditkarte oder über sein (vorher registriertes) Bankkonto.

Infos und Anmeldung:
Call a Bike AG
Tal 15
80331 München
Tel. 0 89/29 16 31
Fax 0 89/29 16 14 93
www.callabike.de
info@callabike.de

Dieser Artikel ist hilfreich. 625 Nutzer finden das hilfreich.