Wer Rechnungen gern ein paar Tage liegen lässt, kann nicht mehr darauf vertrauen, rechtzeitig eine Mahnung zu bekommen. Mit dem Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen, seit 1. Mai in Kraft, ist der Kunde automatisch 30 Tage nach Eingang der Rechnung in Verzug und muss dann Zinsen zahlen. Der gesetzliche Zins von 4 Prozent wurde erhöht: auf 5 Prozentpunkte über dem offiziellen Basiszins. Derzeit sind damit 7,68 Prozent fällig (Stand: 1. April 2000). Das Gesetz beschränkt auch die Zurückbehaltungsrechte: Künftig kann man nicht mehr bei geringen Mängeln die Zahlung verweigern, sondern nur noch bei wesentlichen. Ist strittig, ob ein Fehler vorliegt, kann die Firma eine Fertigstellungsbescheinigung verlangen. Sie wird von einem unabhängigen Gutachter ausgestellt.

Tipp: Liegen wirklich Mängel vor, dürfen Sie in schweren Fällen die Zahlung komplett zurückhalten, bei kleineren Mängeln einen Teilbetrag, üblicherweise das Dreifache der Mängelbeseitigungskosten.

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