Krebs früh­zeitig erkennen und Betroffene optimal versorgen – diesem Ziel dient das Krebs­früh­erkennungs- und -registergesetz, das im April in Kraft trat. Einheitliche Krebs­register in den Bundes­ländern sollen Daten von Krebs­patienten zu Diagnose, Behand­lung, Nach­sorge sowie Rück­fällen erfassen. So wird die medizi­nische Versorgung bundes­weit vergleich­bar gemacht. Das verbessert auch die Behand­lung. Der Aufbau der Register wird einige Jahre dauern. Die Krankenkassen finanzieren dann maßgeblich den laufenden Betrieb. Zudem wird das Früh­erkennungs­programm verbessert. Dazu sollen Versicherte – wie auch schon beim Mammografiescree­ning zur Brust­krebs­vorsorge – künftig regel­mäßig Briefe mit Einladungen zu Unter­suchungen für Darm- und Gebärmutterhals­krebs­bekommen. Details der Früh­erkennungs­programme sollen die Verantwort­lichen in den nächsten drei Jahren entwickeln. Krebs ist die zweithäufigste Todes­ursache in Deutsch­land. Jähr­lich erkranken 490 000 Menschen, mehr als 200 000 sterben an den Folgen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2 Nutzer finden das hilfreich.