Neuer Rund­funk­beitrag Meldung

Ende 2012 wird die GEZ-Gebühr zum Rundfunkbeitrag. Jeder Haushalt muss 17,98 Euro zahlen, auch Medienmuffel.

Gilt für jeden Haushalt. Der neue Rund­funk­beitrag wird auch Haus­halts­abgabe genannt. Denn jeder Haushalt muss die Gebühr in Höhe von 17,98 Euro aufbringen, auch wenn er weder Radio noch Fernseher oder sons­tige Mediengeräte besitzt. Für die meisten Haushalte ändert sich nichts. Der neue Beitrag ist genauso hoch wie die alte GEZ-Fernseh­gebühr.

Für Lebens­gemeinschaften. Wohn- und Lebens­gemeinschaften, in denen bisher mehrere Mitglieder zahlen mussten, kommen jetzt güns­tiger weg. Bislang galt: Bezahlte in einer nicht­ehelichen Lebens­gemeinschaft ein Partner für den Fernseher die 17,98 Euro und der andere etwa für das Radio in seinem Auto 5,76 Euro, so sind es künftig nur noch insgesamt 17,98 Euro pro Monat.

Für Selbst­ständige. Auch Selbst­ständige, die zuhause arbeiten, kommen besser weg: Ein freier Grafiker muss den Arbeits-PC bislang extra melden. Ab Januar ist das Gerät inbegriffen. Für Geschäfts­wagen sind allerdings 5,99 Euro extra zu zahlen. Ein Auto gilt schon dann als beruflich genutzt, wenn der freie Grafiker damit gelegentlich Kunden besucht.

Für die Zweit­wohnung. Für Besitzer von Zweit­wohnungen wird es ab Januar teurer. Für den zweiten Haushalt fällt eine volle zweite Gebühr in Höhe von 17,98 Euro an. Bislang mussten sie für die Zweit­wohnung nur zahlen, wenn darin empfangs­bereite Medien wie Radio oder Fernseher standen.

Wer sich befreien lassen kann. Vom neuen Rund­funk­beitrag befreien lassen können sich Bezieher von Arbeits­losengeld II (Hartz IV), von Sozialgeld, Bezieher einer Grund­sicherung im Alter oder Pfle­gehilfe sowie Bafög-Empfänger, die nicht zuhause leben. Befreien lassen können sich auch wie bisher Taubblinde sowie Empfänger von Blinden­hilfe. Für andere Behinderte endet die Beitrags­freiheit allerdings: Ab 2013 zahlen sie 5,99 Euro im Monat. Das gilt für Sehbehinderte, Hörgeschädigte und Menschen, die zu 80 Prozent behindert sind. Allerdings muss bei dieser Personengruppe das Merkzeichen „RF“ für Rund­funk­gebühren­ermäßigung im Behinderten­ausweis stehen. Wer zu 80 Prozent behindert ist, bekommt RF, wenn er wegen seines Leidens nicht an öffent­lichen Veranstaltungen teilnehmen kann, etwa weil er andere durch eine starke Geruchs­belästigung stört. Sehbehinderte erhalten RF, wenn die Behin­derung mindestens 60 Prozent beträgt. Hörbehinderte können RF bei einem Behin­derungs­grad von mindestens 60 beantragen, wenn ihnen auch mit Hörhilfen keine ausreichende Verständigung möglich ist. Zuständig für die Eintragung des Merkzeichens RF im Behinderten­ausweis ist in der Regel das Versorgungsamt.

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