Neuer Personalausweis Meldung

Ab November gibt es den neuen Personalausweis. Damit können Bürger sich auch am Computer ausweisen.

Chip. Die Ausweise unterscheiden sich deutlich von den alten. Sie tragen einen Chip, auf dem Name, Geburtsdatum und -ort, Adresse, Gültigkeitsdauer, ein Foto sowie Serien- und Zugangsnummer gespeichert sind. Wer will, kann dort auch zwei digitale Fingerabdrücke eintragen. Das Dokument bietet zwei neue Funktionen:

Erstens Identifikation. Mit dem Ausweis erhält der Bürger eine Pin-Geheimzahl. Damit kann er sich am PC ausweisen, zum Beispiel beim Onlinebanking, bei Ämtern oder Händlern, falls die das Verfahren anbieten. Außerdem ist ein Kartenlesegerät nötig. Davon will das Innenministerium eine Million gratis über Computerhefte und Banken verteilen, im Laden gibt es Geräte ohne Tastatur für etwa 10 Euro. Der Kunde legt den Ausweis ein und nennt die Pin. Statt sich, etwa bei Banken, mit Namen und Passwort einzuloggen, soll ein Klick auf „Mit Ausweis registrieren“ reichen.

Zweitens Unterschrift. Diese Funktion kann jeder zusätzlich auf eigenen Wunsch zuschalten. Der Nutzer kann dann am Computer rechtsverbindlich unterzeichnen. Dafür ist jedoch ein Lesegerät mit Tastatur erforderlich, das etwa 60 Euro kostet.

Nutzen. Die PC-Identifikation kann das Postident-Verfahren ersetzen. Ein Handykäufer zum Beispiel kann sich so beim Provider zweifelsfrei ausweisen und per elektronischer Signatur auch den Vertrag unterzeichnen.

Kosten. Der neue Ausweis kostet 28,80 Euro, für Personen unter 24 Jahren 22,80 Euro – beim alten waren es nur 8 Euro. Alte Ausweise bleiben bis zum Ablauf gültig, können aber schon vorher umgetauscht werden.

Hacker. Die ARD-Sendung „Plusminus“ hat in Zusammenarbeit mit dem Chaos Computer Club die Pin-Geheimzahl bei Testausgaben der Lesegeräte knacken können. Hintergrund: Weil die Geräte keine Tastatur haben, gibt der Nutzer die Pin am Computer ein. Dort kann sie von einem Schadprogramm mitgelesen werden. Sicherer sind die teureren Lesegeräte mit eigener Tastatur.

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