Mit einem neuen Pass für Sportboote will die Polizei dem um sich greifenden Klau auf deutschen Gewässern Einhalt gebieten.

Jahr für Jahr erhöht sich die Zahl der ge­meldeten „schiffahrtsbezogenen Sachfahn­dungen“. Allein im Jahr 2002 stieg sie gegenüber 2001 um knapp 20 Prozent auf 6 440 Fahndungen. Die Verfolgung von Straftätern auf dem Wasser ist jedoch schwerer als zu Land, denn Wasserfahr­zeuge sind nicht einheitlich gekennzeichnet. Es gibt auch keine einheitliche Zulassungs- oder Registrierungsbehörde. Ein wichtiges Hilfsmittel für die Fahndung soll nun der neue Pass werden, der bundesweit herausgegeben wird. Er erfasst wie beim Fahrzeugschein für Autos alle wichtigen Informationen rund um das Boot. Die Wasserschutzpolizei erwartet dadurch deutlich bessere Fahndungserfolge und hofft, den „Hehlern das Wasser abgraben“ zu können.

Den Boots-Pass gibt es bei allen Polizeidienststellen oder per Download unter www.polizei.propk.de.

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