Neue Vorschriften am Neuen Markt: Seit dem 1. März ist an der Hightech-Abteilung der Deutschen Börse der Handel mit firmeneigenen Wertpapieren strenger geregelt. Manager, Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder, die Aktien ihres eigenen Unternehmens gekauft oder verkauft haben, müssen dies der Deutschen Börse umgehend, spätestens innerhalb von drei Tagen melden. Die Daten werden veröffentlicht.

Die Regeln schaffen zwar mehr Transparenz, aber perfekt sind sie nicht. So besteht für Familienmitglieder keine Meldepflicht. Die Ehefrau eines Vorstands könnte also jede Menge Papiere verkaufen, ohne dass es jemand mitbekommt. Ohnehin ist die nachträgliche Veröffentlichung nur die zweitbeste Lösung. In den USA muss man die Transaktionen bereits vor Ausführung annoncieren, und der Kleinanleger kann dann rechtzeitig reagieren. Das fordern Aktionärsschützer auch für den deutschen Markt. Interessant sind die neuen Daten aber allemal. Wer nachschauen will, wie Firmenfunktionäre mit eigenen Aktien Handel treiben, kann dies tun: www.deutsche-boerse.com, "Neuer Markt" anklicken, über "Unternehmen" und "Unternehmensinformationen" gelangt man zu den "meldepflichtigen Wertpapiergeschäften".

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