Unternehmen, die bei ihrem Gang an die Börse das IPO-Normsiegel tragen wollen, müssen die folgenden Kriterien erfüllen:

1. Der Verkaufsprospekt muss dem Anleger rechtzeitig, spätestens zwei Wochen vor Zeichnungsbeginn, zur Verfügung stehen.

2. Die Altaktionäre des Unternehmens sollen vor dem Zeichnungsbeginn offen legen, wie lange sie selbst die Aktien des Unternehmens halten wollen.

3. Emissionsbanken müssen beim Börsengang ihre Kapitalbeteiligung am Börsenkandidaten offen legen oder mitteilen, wie viele der Anteile sie abgeben wollen. Damit sollen Anleger einschätzen können, welche eigenen Interessen die Emissionsbanken bei einem Börsengang verfolgen, ob sie beispielsweise selbst Kasse machen wollen.

4. Die Unternehmen müssen sich verpflichten, die Zuteilungsquoten für Privatanleger, "family & friends"-Programme und institutionelle Investoren nach dem Börsengang bekannt zu geben.

Bisher jedoch, so SdK-Pressesprecherin Reinhild Keitel, hat noch keiner der Going-public-Kandidaten alle Bedingungen der IPO-Norm erfüllt. Fast alle scheitern an der rechtzeitigen Vorlage des Verkaufsprospekts, so zum Beispiel auch T-Online. Einen aktuellen Überblick, welche Firmen welchen Teil der Norm geschafft haben, finden Anleger unter www.ipo-norm.de.

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