Aktien geordert, keine bekommen, aber hohe Gebühren bezahlt: Darüber ärgern sich viele Anleger, denen bei Neuemissionen keine Aktien zugeteilt wurden, die dafür aber happige Rechnungen von ihren Banken bekamen. "Entgeltschinderei", nennt das der Verbraucherjurist Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Bei einer siebenfach überzeichneten Aktie verdiene die Bank mehr an den "Enttäuschungsgebühren" als an den Provisionen für erfolgreiche Zuteilungen. Strube fordert Bankkunden auf, bereits bezahlte Gebühren zurückzufordern, einige Banken lassen sich darauf ein.

Wer auf taube Ohren stößt, sollte den Musterprozess abwarten, den die Verbraucherzentrale führen will. Vier Verfahren sind anhängig, eine Bank hat auch bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben.

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