... und zum Dritten

Mit dem Auktionsverfahren soll die Zuteilung ein bisschen gerechter werden.

Die Trius AG hat es gewagt: Bei ihrem Börsengang sind die Aktien erstmals per Auktion zugeteilt worden. Das heißt, die Konsortialbanken legten weder einen bestimmten Ausgabepreis für die Aktien fest, so wie das im Festpreisverfahren geschieht, noch gaben sie von vornherein eine Spanne vor, innerhalb deren sich der Emissionspreis bewegen soll. So läuft es beim normalen Bookbuilding-Verfahren. Stattdessen setzten sie für Trius ein Mindestgebot in Höhe von 28 Euro fest. Interessenten mussten ihren Zeichnungsauftrag auf den Betrag limitieren, den sie für die Aktien von Trius maximal bezahlen wollten. Das konnten 31 Euro sein, aber auch 95. Nachdem die Bücher geschlossen waren, also die Book-building-Frist zu Ende war, errechneten die Banken den höchstmöglichen Betrag, bei dem die gesamte Tranche noch zugeteilt werden konnte. Im Fall von Trius lag der Preis bei 36,50 Euro. Die Orders darunter gingen leer aus. Wer mehr, zum Beispiel 51 Euro, geboten hatte, war dabei, erhielt die Aktien jedoch trotzdem zum Ausgabepreis.

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