Die steigende Lebenserwartung der Deutschen drückt auch in der privaten Rentenversicherung auf die Auszahlungen. Denn das angesparte Kapital der Kunden plus Zinsen muss für immer längere Rentenzahlungen reichen.

Voraussichtlich zum 1. Januar 2005 wird die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) die Sterbetafel DAV 1994 R durch die DAV 2004 R ersetzen, erklärte ein Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft gegenüber Finanztest. Die privaten Renten werden dadurch vermutlich branchenweit und in allen Verträgen sinken. Wie hoch die Kürzungen ausfallen werden, ist noch nicht bekannt.

Die Lebensversicherer benötigen Sterbetafeln für die Kalkulation ihrer Tarife. Die meisten Unternehmen verwenden die Sterbetafeln der DAV.

Tipp: Wenn Sie in nächster Zeit eine private Rentenversicherung abschließen, achten Sie darauf, dass die Rente, die sich aus der garantierten Anspar-summe ergibt, auf Basis der aktuellen Lebenserwartung errechnet wurde. Dann kann zumindest dieser Teil der Rente zum Rentenbeginn nicht gekürzt werden, wenn die Lebenserwartung dann wieder gestiegen ist. In den Versicherungsbedingungen sollte dies klar formuliert sein, am besten schon im Angebot. Fehlt diese Angabe, fragen Sie Ihren Vertreter oder Versicherer.

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