Die Münchnerinnen Angelika Huber und Astrid Hastreiter wollen die erste Onlinebank von Frauen für Frauen in Deutschland aufmachen. Die Bank zielt vor allem auf den weiblichen Mittelstand. "Eine Zielgruppe, die von den Banken bisher vernachlässigt wird", so Mitgründerin Angelika Huber, eine gelernte Bankkauffrau. Die größte Hürde für die Frauenbank ist der Nachweis einer Eigenkapitaldecke von mindestens fünf Millionen Euro. Erst wenn das Geld zusammen ist, kann die Bank beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen eine Banklizenz beantragen. Das Eigenkapital sollen Aktionärinnen stellen. Aktien werden zum Mindestbetrag von 250 Euro ausgegeben. "Bisher haben sich in einem Monat 400 Interessierte mit einem beabsichtigten Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Mark gemeldet", sagt Angelika Huber. Sie glaubt, dass das Interesse weiter rasant wächst und bis Ende 2001 bis zu 5.000 Anlegerinnen mit im Boot sitzen.

Wer mitmachen möchte, kann über die Homepage www.frauenbank.de oder per Brief unverbindlich seine Beteiligungsabsicht erklären (Frauenbank.de, Bothmerstr. 21, 80634 München). Die wird von der Frauenfinanzbank bestätigt. Sobald absehbar ist, dass die fünf Millionen Euro zusammen sind, werden die Anlegerinnen benachrichtigt und zur Einzahlung des Geldes aufgefordert.

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