Neue Mittel gegen Jugendkriminalität Meldung

Gegen die Jugendkriminalität greifen einige Bundesländer zu neuen Mitteln: Sie stellen Schüler nicht vor ein ordentliches Gericht, sondern vor einen „Teen-Court“ mit Gleichaltrigen. In Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen laufen Modellprojekte, in Hamburg und Berlin sind sie im Gespräch. Teen-Courts sind mit drei Schülern von Gymnasien, Realschulen, Haupt- und anderen Schulen besetzt, die sozialpädagogisch betreut werden. Die Schüler haben keine Richterkompetenz und können keine Jugendstrafe verhängen, aber erzieherische Maßnahmen vorschlagen: gemeinnützige Arbeiten oder einen schriftlichen Aufsatz über die Tat. Hintergrund ist die Idee, dass Jugendliche sich durch Gleichaltrige eher vom Unrecht ihrer Tat überzeugen lassen. Das Schülergericht kann nur aktiv werden, wenn der Täter 14 bis 18 Jahre alt ist, nur eine kleine Straftat begangen hat, voll geständig und mit dem Schülergericht einverstanden ist.

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