Neue Mikropille Neue Mikropille

0

40 Prozent aller Frauen zwischen 14 und 44 setzen auf die "Pille". Unerwünschte Begleiterscheinungen wie Gewichtszunahme, anschwellende Gliedmaßen, Brustschmerzen oder Brust- spannen belasten Betroffene manchmal stark. Einer Emnid-Umfrage zufolge ist über die Hälfte aller Frauen fest davon überzeugt, dass die Pille sie dick macht.

Forscher von Jenapharm haben nach Valette erneut eine Einphasen-Mikropille entwickelt, die auf diese Schwierigkeiten zielt. "Petibelle" enthält neben 30 Mikrogramm Ethinylestradiol drei Milligramm eines neuartigen Gestagens (Drospirenon). Diese Substanz wirkt "antimineralokortikoid" ­ sie fördert laut Hersteller die Wasser- und Natriumausscheidung der Nieren und wirkt so einer estrogenbedingten Wassereinlagerung entgegen. Das Berliner "arznei-telegramm" stellt allerdings fest: Das neue Mittel ist mit 63 Mark für die Dreimonatspackung erheblich teurer als vergleichbare Antibabypillen. Am Gewicht eingespart würden allenfalls "wenige hundert Gramm" Wasser. Das Mittel habe nur einen geringen Erprobungsgrad.

Mediziner weisen darauf hin, dass kein Grund besteht, die Pille zu wechseln, wenn mit einem Präparat bisher gute Erfahrungen gemacht wurden.

0

Mehr zum Thema

  • Verhütungs­methoden So funk­tionieren sie und so sicher sind sie

    - Die Auswahl an Verhütungs­methoden ist groß: Pille, Minipille, Spirale, Spritze, Implantat, Verhütungs­pflaster, Vaginalring oder hormonfrei mit Kondom. Oder lieber ganz...

  • Gewichts­zunahme Macht Studieren dick?

    - Studien­beginn – die Zeit wird knapper, der Alltag stressiger, der Körper verändert sich. Viele junge Menschen nehmen in dieser Zeit zu. Aber hat das etwas mit dem...

  • Verhütungs­mittel Brüche bei Kupferspiralen und Vaginalringen

    - Bei bestimmten Vaginalringen und Kupferspiralen zur Verhütung gibt es in letzter Zeit vermehrt Probleme: Sie brechen. In der Folge sorgen sie nicht immer für...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.