Die Hose hat Hochwasser, die Bluse ist zu eng – es liegt nicht immer an der Figur, wenn Kleiderprobleme ärgern, sondern auch an den alten deutschen Konfektionsgrößen. Die werden jetzt neu berechnet. Dafür sollen bundesweit 12 000 Testpersonen vermessen werden. Schließlich wurden die Körperda­ten der deutschen Frauen zuletzt 1994 ermittelt. Die stimmen längst nicht mehr: Die Frauen haben in den letzten Jahren vor allem an Taille eingebüßt und im Brustbereich zugelegt. Die letzten Reihenmessungen für Männer liegen schon 40 Jahre zurück. Seitdem sind die Deutschen größer, breiter und dicker geworden.

Im Wandel der Zeit haben sich die Körperproportionen verändert. Diese Veränderungen sollen nun mit den neuen Messungen dokumentiert werden, um dann die Größentabellen zu aktualisieren und zu vereinheitlichen. Bis September 2008 soll das Projekt „Size Germany“ abgeschlossen sein. Langfristiges Ziel ist ein einheitliches europäisches Größensystem für Textilien. Ähnliche Reihenmessungen wurden schon bei den Franzosen, Briten, Niederländern und Spaniern durchgeführt.

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