Neue Impfempfehlungen Meldung

Schwangere sollten sich gegen Grippe impfen lassen, so eine neue Empfehlung. Und Erwachsene gegen Masern.

Schwangere. Die Ständige Impfkommission empfiehlt jetzt auch allen Schwangeren die Influenzaimpfung für die nächste Grippesaison, denn bei schwangeren Frauen wurde ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe beobachtet. Die Komplikationen hängen mit verschiedenen körperlichen Veränderungen zusammen, die Schwangere anfälliger für Virusinfektionen machen. Außerdem soll eine Impfung das Neugeborene vor einer Infektion durch die Mutter schützen. Schon vor der Geburt können so Antikörper von der Mutter an das Kind weitergegeben werden, die dem Neugeborenen einen gewissen Schutz in den ersten Monaten nach der Geburt verleihen.

Risikogruppen. Weitere Risikogruppen, denen eine Impfung empfohlen wird, sind vor allem Menschen über 60 Jahre, chronisch kranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene, zum Beispiel Herzpatienten, Diabetiker, Asthmatiker, Menschen mit Immundefekten sowie Personen, die in Gesundheitsberufen arbeiten.

Impfstoff. Der Impfstoff für den kommenden Herbst und Winter enthält neben den Komponenten von zwei aktuellen Virentypen auch Bestandteile des Schweinegrippevirus. Die Impfung schützt daher auch gegen die Schweinegrippe. Die zugelassenen Impfstoffe gleichen in ihrer Zusammensetzung den Impfstoffen vergangener Jahre. Bis auf eine Ausnahme enthalten sie keine Wirkverstärker. Ein wirkverstärkter Impfstoff steht – wie seit vielen Jahren – für Personen ab 65 Jahren zur Verfügung. Er soll älteren Menschen, deren Abwehrkräfte oft gemindert sind, einen besseren Schutz bieten.

Masernimpfung. Wegen vermehrter Masernausbrüche und Impflücken vor allem in der Gruppe der jungen Erwachsenen empfiehlt die Ständige Impfkommission allen nach 1970 Geborenen eine Masernimpfung, sofern sie nicht geimpft sind oder nur einmal in der Kindheit geimpft wurden.

Informationen:www.rki.de/impfenwww.bzga.de/infomaterialien.

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