Neue Fondsangebote Meldung

Sparen fürs Alter kann nicht früh genug beginnen

Mit neuen Sparplänen wollen Investmentfonds der Lebensversicherung den Rang ablaufen.

Obwohl die Renditen eher bescheiden sind, ist die Kapitallebensversicherung bei der Altersvorsorge der Liebling der Sparer. Das liegt vor allem an den hohen Provisionen, die sie Vertretern direkt nach Vertragsab­schluss bringt. Nun ziehen Fonds nach. Um den Vertrieb zu fördern, haben zum Beispiel Dit, DWS und Union Sparpläne herausge­bracht, bei denen die Abschlussgebühr zu Anfang fällig ist.

Beispiel. Ein Sparplan der DWS über 12 000 Euro mit 100 Euro Monatsrate und 10 Jahren Laufzeit kostet 458 Euro Gebühr. Sie wird 24 Monate lang mit 19,10 Euro von jeder Rate abgezogen – dann nichts mehr. Das Modell kommt gut an: Allein im ersten Jahr verkaufte die DWS 80 000 dieser Sparpläne.

Zweischneidig. Doch was Vertreter freut, ist für Kunden zweischneidig. Sie müssen sich auf eine Laufzeit festlegen. Und bei vorzeitigem Ausstieg ist die Gebühr futsch. Dagegen können sie herkömmliche Sparpläne jederzeit beenden oder die Rate verändern. Außerdem locken die neuen Angebote zwar mit niedrigen Abschlusskosten, im Beispiel oben 3,82 Prozent. Dagegen würde ein herkömmlicher Aktienfondssparplan 5 Prozent Ausgabeaufschlag von jeder Rate abziehen, und das über die volle Laufzeit. Dennoch kann er mehr abwerfen. Denn Gebühren, die schon zu Anfang gezahlt werden, werfen später keine Zinsen und Zinseszinsen ab.

Ergebnis. Liegt der jährliche Wertzuwachs des Fonds über 6 Prozent, was Aktienfonds schaffen sollten, sind herkömmliche Sparpläne besser. Nur wenn die Rendite unter 6 Prozent liegt, bringen Angebote mit Vorab-Provision mehr.

Tipp. Wer einen herkömmlichen Fondssparplan bei einer Internetbank abschließt, erhält Rabatt auf die Abschlussgebühr – und hat auf jeden Fall die höhere Rendite.

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