Möglich­keit 2: Neues Riester-Darlehen abschließen: So finden Eigentümer den richtigen Riester-Kredit

Für Haus­eigentümer ist es meist besser, die Riester-Förderung für die Tilgung eines Darlehens statt für den Aufbau einer Rente zu nutzen.

Riester-Darlehen gibt es für den Bau oder für den Kauf einer Immobilie, aber auch für die Anschluss­finanzierung. Ebenfalls möglich ist der alters­gerechte Umbau. Zwei Kreditmodelle stehen zur Auswahl:

  • Ein Riester-Darlehen mit direkter Tilgung und einer Zins­bindung von beispiels­weise 10, 15 oder von 20 Jahren. Diese Darlehen gibt es nur von wenigen Kredit­instituten wie der Allianz und der Post­bank/DSL. Sie sind aber auch über Vermittler erhältlich (Infodokument Ratenkredite).
  • Ein Kombikredit einer Bausparkasse mit festen Zinsen über die Gesamt­lauf­zeit von meist 20 bis 30 Jahren. Er besteht aus einem Bauspar­vertrag und einem Darlehen in Höhe der Bausparsumme. Statt zu tilgen, spart der Kunde den Bauspar­vertrag an, mit dem er das Darlehen nach beispiels­weise zehn Jahren auf einen Schlag ablöst.

Ehepaare brauchen zwei Verträge

Für beide Varianten gilt: Der Vertrag muss von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungen oder vom Bundes­zentral­amt für Steuern zertifiziert sein. Er muss fest­legen, dass der Kredit spätestens bis zum 68. Lebens­jahr getilgt wird. Ehegatten müssen beide ein Baudarlehen abschließen, um die Riester-Förderung voll auszuschöpfen.

Kredit­angebote vergleichen

In den Finanztest-Vergleichen der vergangenen Jahre waren Kombikredite der Bausparkassen oft güns­tiger als vergleich­bare Bank­darlehen (siehe Finanztest 4/2013). Doch die Konditionen für Baugeld können sich täglich ändern. Bauherren und Wohnungs­käufer sollten sich daher stets Kredit­angebote in beiden Varianten einholen.Der Zins­vergleich ist genauso wichtig wie das Ausschöpfen der Riester-Förderung. Die Zins­unterschiede können lang­fristig höher sein als Riester-Zulagen und Steuer­vorteile zusammen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 44 Nutzer finden das hilfreich.