Umwelt und Sicherheit: „Nur Dein Fahr­rad ist umwelt­freundlicher“

Der Bus hat ein schlechtes Image. Viele halten ihn für einen Stinker. Zu Unrecht. Sowohl bei der Ökologie als auch bei der Sicherheit fahren Busse vorn.

Weniger Kraft­stoff und Lärm. Moderne Reisebusse belasten die Umwelt weit weniger, als viele denken. „Nur Dein Fahr­rad ist umwelt­freundlicher“, triumphiert das Fernbus­unternehmen Flixbus. Das Umwelt­bundes­amt hat 2010 die Emissionen einzelner Verkehrs­träger verglichen: Der Reisebus schnitt am besten ab. Vor allem bei der Abgabe von Treib­hausgasen lag er deutlich vor der Bahn. In den vergangenen 15 Jahren, so der Verband der Auto­mobil­industrie, wurde der Kraft­stoff­verbrauch von Bussen um fast 15 Prozent gesenkt. Auch die Lärmbelästigung ist deutlich zurück­gegangen. Lagen die Geräusch­emissionen 1974 noch bei 91 Dezibel, verursachen moderne Busse weniger als 80 Dezibel.

Streit um die Sicherheit. Ob die Bahn oder der Bus das sicherste Verkehrs­mittel ist, darüber wird heftig gestritten. So verkündete das Verkehrs­bündnis „Allianz pro Schiene“ Ende vergangenen Jahres: „Die Bahn ist das mit Abstand sicherste Verkehrs­mittel.“Das Todes­risiko sei für Busreisende im Vergleich zur Bahn rund viermal höher, das Verletzungs­risiko rund 30-mal. Der Bundes­verband Deutscher Omnibus­unternehmer (bdo) protestierte. Betrachte man die vergangenen zehn Jahre, und nicht wie die Allianz pro Bahn nur sieben Jahre, dann würde die Statistik den Bus vorn sehen. Der bdo fordert, das veraltete Denken „Schiene gegen Straße“ aufzugeben und sensible Ziel­gruppen wie Eltern nicht zuver­unsichern. Es sei positiv, dass alle Bus- und Bahn­unglücke pro Jahr weniger als ein Prozent der Verkehrs­opfer fordern. Das Risiko, in einem Auto zu verunglü­cken, ist viel höher.

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