Neue EU-Regelung Meldung

Wurst ist nicht gleich Wurst. Doch bisher wussten Käufer nicht, was drin steckt. Seit dem 1. Januar gelten EU-weit strengere Vorschriften für Etiketten: Jetzt muss draufstehen, um welche Tierart es sich handelt und ob neben Muskelfleisch auch Fett, Innereien oder Separatorenfleisch enthalten sind.

Bestimmter Fettanteil erlaubt

Geändert hat sich die Definition von „Fleisch“. Nur noch die am Knochen anhaftenden Muskeln dürfen „Fleisch“genannt werden. Fett, Innereien (wie Herz, Darm und Leber) sowie Separatorenfleisch müssen dagegen kenntlich gemacht werden. Separatorenfleisch sind Fleisch- und Knorpelreste, die maschinell vom Knochen abgeschabt werden.

Eine gewisser Anteil an Fett und Bindegewebe darf allerdings weiter als „Fleisch“ bezeichnet werden:

  • bei Schweinefleisch: 30% Fett und 25% Bindegewebe.
  • bei Geflügel- und Kaninchen: 15% Fett und 10% Bindegewebe.
  • bei anderen Säugetieren und Fleischmischungen, wobei Säugerfleisch überwiegt: 5% Fett und 25% Bindegewebe.

Gilt nicht für unverarbeitetes Fleisch

Die Richtlinie gilt für Erzeugnisse, die Fleisch als Zutat enthalten, etwa Würste, Pâté, Fertiggerichte und Fleischkonserven. Sie gilt nicht für Fleisch in unverarbeitetem Zustand.

Übergangsfrist bis Ende Juni

Bis Ende Juni gibt es allerdings eine Übergangszeit, in der auch die Auszeichnung nach der bisherigen Regelung erlaubt ist. Erzeugnisse, die vor Ende Juni etikettiert wurden, dürfen gehandelt werden, bis die Ware verkauft ist.

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