Neue Brustkrebstherapie Meldung

Seit wenigen Wochen ist das neue Mittel gegen Brustkrebs, Herceptin (Wirkstoff Trastuzumab) der Basler Hoffmann La Roche AG, in Deutschland zugelassen. Es wurde teilweise überschwänglich gefeiert: Als "Durchbruch in der Krebstherapie", als eine Art "Wundermittel", als "Präzisionsgewehr" gegen Metastasen bei Brustkrebs. Doch das neue Mittel, das anders wirkt als konventionelle Krebsmedikamente, muss differenziert gesehen werden: Es verbessert ­ und nur dafür ist es zugelassen ­ die Behandlungsergebnisse bei Brustkrebspatientinnen im fortgeschrittenen Stadium. Bei einer Kombination von Herceptin mit einer konventionellen Chemotherapie wurde ein Überlebensvorteil von 40 Prozent im Vergleich zur bisherigen Chemo-Standardtherapie erreicht. Jährlich erkranken etwa 47.000 Frauen an Brustkrebs, rund die Hälte der Patientinnen stirbt daran.

Der Vorteil des Wirkprinzips: Gesunde Zellen werden nicht angegriffen und Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Übelkeit, Erbrechen, Blutbildschäden und Haarausfall treten nicht auf.

Herceptin, das Wachstumssignale an Tumorzellen verhindert, kann nur bei rund 30 Prozent aller Brustkrebs-Erkrankten wirken. Sie verfügen über den entsprechenden Rezeptor. Das Mittel darf hierzulande nicht gegen Brustkrebs ohne Metastasen eingesetzt werden.

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