Neue Brotsorten Kein alltäglich Brot

12.04.2005
Neue Brotsorten - Kein alltäglich Brot

In Deutschland gibt es etwa 300 verschiedene Brotsorten. Anscheinend nicht genug. Bäcker erfinden immer wieder neue Sorten. Besonders gesund klingen etwa Glyxbrot, Omegabrot, Marathon-, Jogging- oder Fitnessbrot. Stiftung Warentest hat sich die fünf Sorten genauer angeschaut und sagt, ob die neuen Kreationen gesünder sind.

Glyxbrot

Glyxdiäten sind in Mode. Sie unterscheiden zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten. Die schlechten haben einen hohen Glyx. Sie lassen den Blutzuckerspiegel steil ansteigen, sorgen für einen hohen Insulinausstoß, für schnell wiederkehrenden Hunger und wachsende Fettpolster. Sie stecken in Süßigkeiten, aber auch im Weißbrot. Vollkornbrot dagegen enthält günstige komplexe Kohlenhydrate und viele Ballaststoffe. Es hat einen niedrigen glykämischen Index, hält den Blutzucker niedrig und macht lange satt. Um den glykämischen Index noch etwas niedriger zu bekommen, reichern die Bäcker Glyxbrot zusätzlich mit Ballaststoffen wie Kleie und Apfelpektin an. Eiweiß- und Fettgehalt sind ein wenig höher als beim normalen Vollkornbrot, der Brennwert ist aber ähnlich: 200 Kilokalorien pro 100 Gramm.

  • Tipp: Während einer Glyxdiät können Sie genauso gut auch Vollkornbrot essen.

Omegabrot

Omegabrot ist ein Vollkorn- oder Mischbrot mit zusätzlichen Omega-3-Fettsäuren. Diese lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren stecken vor allem in Fischöl. Sie haben auf die Blutgefäße und den Blutfettspiegel eine positive Wirkung. Wer häufig Seefisch isst, hat keinen Mangel. Den meisten Menschen schadet jedoch eine zusätzliche Zufuhr nichts. Allerdings: Die zugesetzte Menge vermerken die Hersteller beim Omegabrot selten. Eine Berechnung ist also kaum möglich.

  • Tipp: Essen Sie häufiger Fisch, um einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren auszugleichen.

Marathon-, Jogging-, Fitness-, Vital- oder Sprinterbrot

Hauptbestandteil dieser Kreationen ist fast immer fein vermahlener Vollkornschrot (komplexe Kohlenhydrate). Bäcker mischen dem noch Soja (Eiweiß) und verschiedene Samen und Nüsse (Fett) bei. Diese Nährstoffzusammensetzung ist für Sportler gedacht. Sie dient also nicht unbedingt der schlanken Linie. Der Kaloriengehalt ist eher höher als bei einem üblichen Vollkornbrot.

  • Tipp: Ernähren Sie sich als Sportler ausgewogen. Dann brauchen Sie kein besonderes Sportlerbrot.

Brot selbst backen

Wer sich beim Bäcker nicht entscheiden kann, welches Brot er nun nehmen soll, kann sich auch einfach sein eigenen Brot backen. Mit Brotbackautomaten und Brotbackmischungen geht das leicht. Stiftung Warentest hat beides aktuell getestet:

Test: Brotbackautomaten
Test: Brotbackmischungen

12.04.2005
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