Neubau Meldung

Bauschäden an Neubauten haben in Deutsch­land seit dem Jahr 2002 dramatisch zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gemein­schafts­studie des Bauherren­schutz­bundes, des Instituts für Bauforschung und der AIA AG, einem Haft­pflicht­versicherer für Architekten und Ingenieure.

Fast 5 000 Fälle ausgewertet

Die Autoren der Studie haben mehr als 4 800 Berufs­haft­pflicht­fälle ausgewertet. Demnach gab es im Jahr 2013 mehr als viermal so viele Bauschäden wie noch im Jahr 2002. Die durch­schnitt­lichen Kosten zur Schaden­beseitigung haben sich von 33 000 Euro auf 67 000 Euro mehr als verdoppelt.

Oft gleich mehrere Bauteile betroffen

Besonders häufig waren Schäden an Baugrund, Fundament und Keller sowie an Wänden, Dach, Decken und an der Wärmedämmung. Häufig waren mehrere Bauteile gleich­zeitig betroffen. Rund 10 Prozent der Schäden wurden erst mehr als fünf Jahre nach der Fertigstellung entdeckt – und damit nach Ablauf der üblichen Gewähr­leistungs­frist für private Bauherren.

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