Kein Jahr vergeht ohne steuerliche Änderungen. Diesmal profitieren viele.

  • Weniger Steuern. Der neue Einkommensteuertarif bringt vielen eine Steuerersparnis. Die meisten Arbeitnehmer werden deshalb schon im Januar etwas mehr Nettogehalt als sonst haben.
  • Entlastung durch Altersvorsorge. Alle können mehr Ausgaben als bisher für die Basisversorgung im Alter steuermindernd geltend machen. Entlastend wirken Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Einzahlungen in berufsständische Versorgungswerke und in die neue Rürup-Rentenversicherun.
  • Steuerpflicht für Rentner. Teurer wird es für manche Rentner, die neben ihrer ­gesetzlichen Rente noch andere Einkünfte wie Zinsen oder Mieteinkünfte haben. Sie müssen jetzt wieder Steuern zahlen.
  • Eigenheimzulage bleibt. Die Zulage für selbst genutzte Wohnungen wird erst einmal nicht gestrichen. Eine Veränderung der Regeln ist aber weiter in der Diskussion.
  • Neu für Anleger. Ab Januar sind Zwischengewinne von Investmentfonds wieder steuerpflichtig. Zwischengewinne sind Zinsen und Dividenden, die ein Fonds zwischen den Ausschüttungsterminen ansammelt. Sie sind im Ausgabe- oder Rückgabepreis der Fondsanteile enthalten. Die beim Kauf gezahlten Zwischengewinne dürfen Anleger von den erhaltenen steuerpflichtigen Kapitalerträgen im selben Kalenderjahr abziehen. Streichen sie beim Verkauf Zwischengewinne ein, müssen sie die versteuern. Nur bis Ende 2004 können sie noch beim Verkauf vor Ausschüttung steuerfreie Zwischengewinne kassieren.
  • Höhere Kfz-Steuer. Erfüllt ein Pkw nur ­eine geringe oder keine Schadstoffnorm, erhöht sich ab 2005 der Steuersatz pro angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum um rund 4 Euro: Für einen Benziner, der die Euro-1-Norm erfüllt, steigt er von 10,84 Euro auf 15,13 Euro, mit Dieselmotor von 23,06 Euro auf 27,35 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter. Auch für nicht schadstoffarme Kfz mit und ohne Fahrverbot bei Ozonalarm erhöht sich die Steuer.

Dieser Artikel ist hilfreich. 52 Nutzer finden das hilfreich.