Persönliche Cloud oder Cloud­dienst?

Wer seine Daten an einem Ort speichern will, um sie über­all nutzen zu können, kann zwischen der eigenen Cloud zuhause und dem Cloud­dienst im Netz wählen. Beide haben Vor- und Nachteile.

Die Cloud für Zuhause

Vorteil:

Günstig und viel Platz. Im Vergleich zu einem Cloud­dienst bietet die persönliche Cloud deutlich mehr Speicher­platz. 2 Terabyte gibts für 140 Euro.

Kein Daten­schutz­problem. Kein Anbieter kann die Daten auf dem Cloudspeicher einsehen: Sie liegen zuhause auf dem Speicher und nicht auf einem Server im Netz.

Mehr Kontrolle. Der Nutzer kann selbst sehr genau kontrollieren, wer wann und in welcher Form auf die Daten zugreifen kann und die Cloud notfalls mit einem Hand­griff abschalten.

Nachteil:

Aufwendig. Das System durch starke Pass­wörter, Verschlüsselung und Updates sicher zu machen, liegt in der Verantwortung des Nutzers.

Weniger vielseitig. Adress­buch, E-Mail, Kalender: Diese Dinge lassen sich mit der persönlichen Cloud nicht so leicht auto­matisch synchronisieren.

Lang­samer. Wer aus der Ferne Daten von zuhause abrufen will, muss mit einer lang­sameren Geschwindig­keit leben. Die Internet­verbindung zuhause ist entscheidend. Die Uploadrate ist im Vergleich zum Cloud­dienst nied­riger.

Der Cloud­dienst im Internet

Vorteil:

Vielseitig. Daten­speicher, E-Mail, Adress­buch, Kalender – auf Wunsch können Nutzer all diese Anwendungen bei einem Cloud­dienst vereinen.

Einfach. Der Anwender muss nur ein Konto anlegen und kann die Cloud direkt nutzen. Dienste wie iCloud von Apple oder Microsofts OneDrive sind zudem häufig ins jeweilige Betriebs­system des Anbieters integriert und stehen so direkt und einfach für den Nutzer bereit. Allerdings kann er sich dem Speicher­dienst so auch schwerer wieder entziehen.

Nachteil:

Teuer. Bei Dropbox oder iCloud zahlt der Nutzer für ein Terabyte 100 bis 120 Euro pro Jahr. Das wird auf Dauer deutlich teurer als ein persönlicher Speicher.

Daten­schutz­problem. Der Anbieter des Cloud­dienstes kann die Daten auf dem Speicher einsehen, wenn der Nutzer sie nicht selbst verschlüsselt. Außerdem gibt es immer wieder auch erfolg­reiche Hacker­angriffe auf beliebte Cloud­dienste. Für Angreifer sind sie wegen der vielen Nutzer interes­santer als die persönliche Cloud eines einzelnen Anwenders.

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