Netbook von Lidl Schnelltest

Lidl macht sich in dieser Woche für kleine Geschenke stark. Ein Netbook für 369 Euro möchte der Discounter gern unter möglichst zahlreichen Weihnachtsbäumen platzieren. Der Schnelltest klärt, wie viel Rechenleistung, Akkulaufzeit und Ausstattung das Mini-Gerät der Lidl-Hausmarke Targa liefert.

Leistung im Vergleich

Leistungsrekorde stellt das Targa-Notebook von Lidl genau so wenig auf wie die Netbooks aus dem aktuellen Vergleichstest. Doch immerhin rechnet es ein bisschen schneller als die übrigen Testgeräte. Praktisch allerdings spielt der Leistungsunterschied keine Rolle. Fürs Tippen, Surfen und einfache Multimedia-Anwendungen wie die Anzeige von Bildern oder Filmen reicht die Leistung des Netbooks locker aus. Bildbearbeitung geht, erfordert aber bei größeren Dateien schon viel Geduld. Videoschnitt und erst recht moderne 3D-Computerspiele dagegen laufen indiskutabel langsam.

Über drei Stunden Film

Der Targa-Mini ist wegen eines größeren Akkus etwas dicker und schwerer als viele der Netbooks aus dem Vergleichstest. Dennoch: Mit 1,3 Kilo Gewicht und 18 mal 26 Zentimetern bei 4,5 Zentimeter Höhe lässt er sich problemlos auch in kleine Taschen stecken und wegtragen. Der Test der Akkulaufzeit lässt sich ausgesprochen gut an. Beim rechenintensiven Abspielen einer Video-Datei von der Festplatte hält das Targa-Netbook mit einer Akkuladung fast dreieinhalb Stunden durch. Bei Simulation von Notebook-typischem Durchschnittsbetrieb schafft es sogar 4:20 Stunden. Das ist eine wirklich starke Leistung und sogar noch ein paar Minuten mehr als die bisherige Bestleistung des Asus Eee PC 1000H.

Volle Ausstattung

Bei der Ausstattung lässt sich das Netbook von Lidl nicht lumpen. Es hat eine 160 Gigabyte große Festplatte, kann über Bluetooth drahtlos mit geeigneten Geräten kommunizieren und hat eine Webcam an Bord. Manko wie bei allen anderen Netbooks auch: Ein DVD-Laufwerk passt nicht ins Gehäuse. Wer unterwegs Video gucken will, muss sie vorher auf die Festplatte oder auf eine Speicherkarte kopieren. Die meisten externen DVD-Lesegeräte funktionieren auch nur mit separater Stromversorgung. Über die USB-Buchse liefern Netbooks zu wenig Strom für solche Geräte.

Anzeige ohne Störungen

Auch bei der Bedienung braucht das Lidl-Notebook keinen Vergleich zu scheuen. Die Tastatur ist bauartbedingt kleiner als von großen Notebooks oder gar PCs gewohnt, aber brauchbar. Der in der Diagonalen knapp 30 Zentimeter kleine Bildschirm reicht fürs Surfen und Tippen ohne weiteres aus. Er ist angenehm gut entspiegelt und liefert anständige Kontraste und genügend Helligkeit, um auch bei heller Umgebung alles erkennen zu können.

Test: Aktuelle Net- & Notebooks im Vergleich

Dieser Artikel ist hilfreich. 183 Nutzer finden das hilfreich.