Neben­wirkungen bei Selbst­medikation

Tipps zur sicheren Behand­lung

Inhalt
  1. Überblick
  2. Tipps zur sicheren Behand­lung
  • Packungs­beilage lesen. Wenn Sie bei leichten Beschwerden Arznei­mittel ohne ärzt­liche Kontrolle einnehmen, lesen Sie sorgfältig die Angaben zu Einschränkungen, zur Dosierung und zum Einnahme­zeitraum. Beispiels­weise sollten Sie in der Selbst­behand­lung ein Schmerz­mittel nicht länger als vier Tage hinter­einander ohne ärzt­liche Rück­sprache anwenden.
  • In der Apotheke beraten lassen. Wenn Sie Probleme beim Verständnis der Packungs­beilage haben, fragen Sie einen Apotheken­mit­arbeiter. Wenn Sie bereits andere Arznei­mittel einnehmen, lassen Sie sich unbe­dingt vor dem Kauf eines rezept­freien Präparats in der Apotheke beraten. Nennen Sie im Beratungs­gespräch alle Erkrankungen, unter denen Sie leiden, und alle Medikamente, die Sie sonst noch einnehmen.
  • Auf Zeichen achten. Wenn Sie über 60 Jahre alt sind oder ein blut­verdünnendes Mittel einnehmen, sollten Sie bei der Einnahme von Schmerzmitteln wie Azetylsalizylsäure (ASS, etwa in Aspirin), Ibuprofen oder Diclofenac auf Zeichen innerer Blutungen achten. Das können vermehrt auftretende Blut­ergüsse, dunkler Stuhl oder Blut im Stuhl sowie auffallende Blässe und Schwäche aufgrund von Blut­verlusten über den Magen-Darm­trakt sein. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob der Wirk­stoff Parazetamol für Sie zur Schmerzlin­derung nicht besser geeignet ist.
  • Rezept­pflicht ernst nehmen. Verschreibungs­pflichtige Arznei­mittel sind für die Selbst­behand­lung tabu. Dies gilt nicht nur für solche Mittel, die gar nicht für Sie bestimmt waren, sondern auch für die, die Ihnen früher einmal verschrieben, dann aber abge­setzt oder nicht voll­ends aufgebraucht wurden. Verschreibungs­pflichtige Arznei­mittel sind stark wirkende Substanzen, die Risiken bergen und daher nicht ohne Rück­sprache mit einem Arzt einge­nommen werden dürfen.

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