So lohnt sich ein Zweitjob als Angestellter

Mit einer pauschal versteuerten Nebentätigkeit sind Arbeitnehmer oft besser dran als mit einem Job auf einer zweiten Steuerkarte.

Ein Zweitjob auf Steuerkarte lohnt sich für Arbeitnehmer oft nicht, denn den Extralohn müssen viele voll versteuern: Für ihren Hauptberuf nutzen sie bereits die Pauschalen und Freibeträge für Arbeitnehmer, nur Werbungskosten über 920 Euro können sie noch geltend machen.

Minijob für 400 Euro jeden Monat

Übernehmen Angestellte stattdessen nebenbei einen pauschal versteuerten Minijob, benötigen sie keine zweite Steuerkarte: Sie können durchschnittlich bis zu 400 Euro im Monat verdienen, ohne selbst Steuern und Sozialabgaben leisten zu müssen. Das übernimmt ihr Chef.

Durch eine Neuregelung verlieren Minijobs aber etwas an Attraktivität: Künftig sollen Minijobs in der Steuererklärung angegeben werden. Die Steuerlast für die Jobber und ihre Ehepartner kann dadurch steigen, weil das Finanzamt die Sonderausgaben anders berechnet. Steuerzahler mit mittlerem bis hohem Einkommen können dann womöglich weniger Sonderausgaben abrechnen als bisher.

Pauschalsteuer für Aushilfen

Wer nur ab und an etwas dazuverdient und zum Beispiel gelegentlich als Kellner aushilft oder im Sommer als Bademeister einspringt, muss auch nicht auf Steuerkarte arbeiten: Sein Arbeitgeber kann stattdessen pauschal 25 Prozent Lohnsteuer an das Finanzamt überweisen. Von dieser Abrechnung profitieren Steuerzahler, deren persönlicher Steuersatz über 25 Prozent liegt.

Die Pauschalabrechnung funktioniert aber nur bei gelegentlichen Arbeitseinsätzen, etwa drei- bis viermal im Jahr. Der Job darf jeweils maximal 18 Arbeitstage am Stück dauern. Im Durchschnitt darf er einen Stundenlohn von 12 Euro, einen Tageslohn von 62 Euro bringen. Sonst wird die zweite Steuerkarte doch Pflicht.

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